Pfarrer Stefan Hippler (63) - Gründer des Projektes Hope Cape Town (Kapstadt) - hält eine Neuausrichtung der Entwicklungshilfe für dringend erforderlich. «Wenn wir es nicht schaffen, Menschen in Afrika zu halten, ihnen die Möglichkeiten zu einer Ausbildung und Wertschöpfung zu geben, dann werden die nächste und übernächste Generation in Europa neben dem Klimawandel noch eine andere Katastrophe zu bewältigen haben», sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dort findet am Samstag eine weitere Spendengala für das 2001 gegründete Hilfsprojekt statt.
«Es geht bei der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Hope nicht in erster Linie um Charity, sondern um Entwicklung. Es geht darum, Dinge so zu ändern, dass Menschen auf allen Kontinenten eine Perspektive haben und leben können. NGOs spielen da eine wichtige Rolle. Sie müssen mit der Wirtschaft zusammengehen, um die Entwicklung voranzutreiben. Nur dann kann man erreichen, dass die Völkerwanderung und die Flüchtlingsströme ein Stück weit aufhören.» Dazu brauche man auch politische Veränderungen. China, Russland und die Türkei würden einen immer größeren Einfluss in Afrika ausüben.