Kundgebung, Demonstration, Mahnwache - am ersten Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel wird auch in Sachsen der Opfer gedacht und auf den seitdem gewachsenen Antisemitismus aufmerksam gemacht. Am Montag leiten Landesrabbiner Akiva Weingarten und Superintendent Christian Behr ein Ökumenisches Friedensgebet in Stille in der Dresdner Kreuzkirche und schließen sich dann der für den Abend auf dem Neumarkt geplanten Kundgebung an. Dazu rufen mehrere Initiativen und die Zivilgesellschaft der Landeshauptstadt auf.
«Als Freunde Israels stehen wir solidarischer als je zuvor an der Seite dieses wundervollen Landes», sagte Philipp Braun von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Landesrabbiner Weingarten betonte, es werde der Ermordeten und Geiseln im Gazastreifen gedacht, um «unsere Unterstützung für die Menschen in Israel zu zeigen», und an die bedrohliche Situation der Juden in Deutschland erinnert.
Von der Kundgebung mit dem Titel «Wir stehen zu Israel» soll am Abend ein stiller Zug mit Kerzen zur Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde führen, wo eine Ausstellung der aus Be'eri stammenden Künstler Ronit Zafrir eröffnet wird. Der Kibbuz war ein Schauplatz des Hamas-Massakers vor einem Jahr.