Tausende Menschen werden heute (10.00 Uhr) zu einer Kundgebung gegen die Bundesregierung im Vogtland erwartet. Dazu aufgerufen hat die Bewegung «Projekt M1llion». Sie will damit an die wichtige Rolle der Stadt Plauen bei der Friedlichen Revolution 1989 in der DDR anknüpfen. Hinzu kommen weitere Kundgebungen und Autokorsos – sowohl von Unterstützern als auch von Gegnern dieser Bewegung.
Oberbürgermeister hofft auf friedlichen Verlauf
Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) appellierte vorab an Teilnehmer und Gegendemonstranten, Provokationen zu vermeiden. «Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind tragende Säulen unserer Demokratie», betonte er. «Wer dieses Recht in Plauen in Anspruch nimmt – ganz gleich mit welcher politischen Haltung –, hat dies gewaltfrei, friedlich und mit Respekt gegenüber unserer Stadt und ihren Menschen zu tun.»
Die Polizei wappnet sich für einen umfangreichen Einsatz, geht aber nach eigenen Angaben nicht von einer «konfrontativen Lage» aus. Wegen der Versammlungen und des Aufzugs in der Innenstadt wird es in Plauen im Tagesverlauf etliche Sperrungen geben. Autofahrer müssen sich deswegen auf Behinderungen einstellen.