Die Feldlerche ist bereits zum zweiten Mal zum «Vogel des Jahres» gekürt worden - weil die Zahl der Tiere immer weiter abnimmt. Der «alarmierende Rückgang» der Bestände dieses früheren «Allerweltsvogels» habe sich seit der ersten Wahl vor 20 Jahren fortgesetzt, teilten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV/Bayern) am Freitag mit. Wegen der intensiven Landwirtschaft, Pestiziden und zu wenig Brachflächen fehlten den Vögeln Lebensräume und Nahrung.
In Sachsen begann der Rückgang der Feldlerche nach Angaben des Nabu bereits im 19. Jahrhundert mit der Aufgabe der klassischen Dreifelderwirtschaft. Im Zeitraum 2004 bis 2007 wurden in Sachsen bis zu 160 000 Brutpaare erfasst - etwa 40 Prozent weniger als 1995. Im Freistaat ist die Feldlerche auf Rodungsinseln wie dem Tharandter Wald oder in Chemnitztal nicht mehr zu finden. Am häufigsten trifft man sie in der Elbaue bei Torgau, im mittelsächsischen Lößhügelland bei Döbeln und im Osterzgebirge bei Fürstenau.