In den Sommerferien rechnen die Urlaubsregionen in Sachsen mit zahlreichen Gästen. Die meisten Gebiete könnten eine gute Buchungslage vorweisen. «Die Rückmeldungen aus den sächsischen Reiseregionen stimmen uns überwiegend optimistisch», sagte Landrat Stephan Meyer, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen, auf Anfrage. Auch wenn Sachsen seltener als Ziel für den Haupturlaub gewählt werde, weil es viele in die Ferne ziehe, sei der Freistaat für Kurzurlaube attraktiv.
Ein Plus bei Gästen aus dem Ausland
Der Tourismus in Sachsen hat 2024 weiter zugelegt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf rund 19,98 Millionen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie.
Deutlich stärker fiel das Plus bei ausländischen Gästen aus: Ihre Zahl stieg um acht Prozent auf 2,18 Millionen Übernachtungen – nur knapp unter dem bisherigen Rekord von 2,2 Millionen im Jahr 2019.
Mit internationalen Gästen wird unter anderem in Dresden gerechnet: Stadtfest, Schlössernacht, Konzerte am Elbufer - darunter etwa Schlagerstar Roland Kaiser - und die World Transplant Games im August machen die Landeshauptstadt zu einem lohnenden Ausflugsziel. Die Buchungslage sei gut, das Besucherinteresse groß, hieß es. In den umliegenden Regionen wie dem Elbland ist die Stimmung eher verhalten: Zwischen Radebeul und Meißen liegt die Nachfrage eher unter der des Vorjahres. Mittelmeer statt Elbe - viele reisten im Sommer lieber ins Ausland, hieß es.
Die Messestadt Leipzig hofft auf einen guten Sommer. In den vergangenen Jahren haben sich die Sommermonate laut Tourismusverband zum Zeitraum mit den meisten Übernachtungen im Jahr entwickelt. Eine genaue Prognose sei derzeit aber noch nicht möglich, da «Reise-Entschluss und Buchung der Übernachtungen immer kurzfristiger erfolgen».