Zwei Dresdner Ausstellungen für MUTEC Award nominiert
Dresden. Gleich zwei Dresdner Ausstellungen haben es auf die Shortlist für den MUTEC Award 2026 geschafft. Nominiert sind „Wie geht’s? Die Ausstellung über mentale Gesundheit“ im Deutschen Hygiene-Museum und „Frauen machen Männel“ des Museums für Sächsische Volkskunst der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Insgesamt wählte die Fachjury zwölf Projekte aus knapp 70 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus, teilte die Leipziger Messe am Mittwoch mit.
Der MUTEC Award würdigt Ausstellungen, die gestalterische Qualität mit innovativen Vermittlungsansätzen und gesellschaftlicher Relevanz verbinden. Bewertet wurden unter anderem Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Inklusion, Interaktivität, Partizipation sowie eine einnehmende Ansprache des Publikums. Die drei Preisträger werden am 6. November um 13 Uhr im MUTEC-Forum in Halle 4 der Leipziger Messe bekanntgegeben. Nach Angaben der Messe erhalten sie jeweils 1.500 Euro. Bis dahin handelt es sich bei den beiden Dresdner Projekten um Nominierungen, nicht um bereits vergebene Preise.
Die Ausstellung „Wie geht’s?“ läuft noch bis zum 4. April 2027 im Deutschen Hygiene-Museum. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse zur mentalen Gesundheit mit persönlichen Perspektiven von Menschen, die über psychische Herausforderungen und ihren Umgang damit berichten. Künstlerische, mediale, interaktive und spielerische Zugänge sollen dazu anregen, über die Grenze zwischen gesund und krank, über Hilfsangebote und über gesellschaftliche Einflüsse auf das Wohlbefinden nachzudenken. An der Gestaltung waren Jana Beckmann vom studio flex, Rebecca Wenzel und studio other types beteiligt. DieSachsen.de berichtete ausführlich über die Ausstellung zur mentalen Gesundheit.
„Frauen machen Männel“ war vom 5. April bis 19. Oktober 2025 im Jägerhof zu sehen. Die Schau rückte Frauen in den Mittelpunkt, deren Beitrag zur figürlichen Holzbearbeitung und zur erzgebirgischen Spielzeugproduktion häufig wenig sichtbar geblieben ist. Historische Positionen wie die Seiffener Volkskünstlerin Auguste Müller trafen auf moderne und zeitgenössische Arbeiten. Gestaltet wurde die Ausstellung von Irene Pätzug und Veit Pätzug. Obwohl die Schau inzwischen beendet ist, zählt ihre Konzeption nun zu den zwölf ausgewählten Projekten des Wettbewerbs.
Die MUTEC findet am 5. und 6. November 2026 in Leipzig statt und richtet sich an Fachleute aus Museen und Ausstellungshäusern. Der Award wird zum zweiten Mal vergeben und entsteht in Kooperation der Leipziger Messe mit ICOM Deutschland und dem Verband für Ausstellungsgestaltung VerA. Die Shortlist reicht in diesem Jahr von mentaler Gesundheit und gerechter Arbeit über Klima und Geld bis zu Figurentheater und regionaler Identität.