Ein gefährlicher Zwischenfall hat sich in der Nacht zu Sonntag im Bereich des Haltepunkts Haltepunkt Dresden-Industriegelände ereignet. Unbekannte Täter warfen eine Baustellenabsperrung von der Brücke der Königsbrücker Straße in den Gleisbereich. Die Bundespolizeiinspektion Dresden ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Absperrung gezielt in den Gleisbereich geworfen
Nach bisherigen Erkenntnissen geschah die Tat am 22. Februar 2026 gegen 00:12 Uhr. Die bislang unbekannten Täter sollen eine Baustellenabsperrung gezielt von der Brücke der Königsbrücker Straße auf die darunterliegenden Gleise geworfen haben. Ein herannahender Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr das Hindernis.
Der Triebfahrzeugführer blieb glücklicherweise unverletzt. Auch am Zug wurden nach ersten Überprüfungen keine sicherheitsrelevanten Schäden festgestellt, sodass die Fahrt fortgesetzt werden konnte.
Gleise kurzzeitig gesperrt
Für die Bergung der Absperrung mussten die Gleise im Bereich des Haltepunkts Dresden-Industriegelände vorübergehend gesperrt werden. Zu möglichen Auswirkungen auf den Bahnverkehr machte die Bundespolizei zunächst keine weiteren Angaben.
Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
Die Bundespolizeiinspektion Dresden hat Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gemäß § 315 StGB sowie wegen Sachbeschädigung gemäß § 303 StGB aufgenommen.
Die Polizei fragt:
- Wer hat am 22. Februar 2026 kurz vor oder nach Mitternacht verdächtige Personen auf der Brücke an der Königsbrücker Straße (Bereich Haltepunkt Industriegelände) gesehen?
- Wer kann Angaben zu Personen machen, die sich im Brückenbereich mit Baustelleneinrichtungen beschäftigten?
- Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?
Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Dresden unter der Telefonnummer (0351) 81502-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.