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Gegen Anpassung und Isolation: Neue Selbsthilfegruppe für Männer und Transpersonen in Dresden

Ein Symbolbild für eine Selbsthilfegruppe oder Therapie. Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren sitzt in einem Stuhlkreis und blickt lächelnd und aufmerksam zu einer anderen Person. Die übrigen Teilnehmer der Gruppe sind im Vordergrund nur unscharf von hinten oder von der Seite zu sehen.
Raus aus der sozialen Isolation: In Dresden startet am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, eine neue Selbsthilfegruppe für Männer und Transpersonen. Der „Gesprächskreis Selbstwert und Grenzen“ will Betroffenen dabei helfen, Versagensängste zu überwinden und ein gesundes Durchsetzungsvermögen zu entwickeln. Symbolfoto: freepik
Von: Dresden News
Ständig Konflikte vermeiden, den eigenen Selbstwert opfern und es immer allen recht machen wollen: Was in der Psychologie als „People-Pleasing“ bekannt ist, belastet viele Menschen bis zur sozialen Isolation. Eine neue Initiative in Dresden bietet ab Juni erstmals einen ganz besonderen, geschützten Raum, um genau diese Ketten zu sprengen.

Dresden. In der sächsischen Landeshauptstadt gründet sich eine neue Selbsthilfegruppe, die sich gezielt an Männer und Transpersonen richtet. Der „Gesprächskreis Selbstwert und Grenzen“ bietet Betroffenen ab Ende Juni einen geschützten Raum, um über psychische Belastungen wie Konfliktvermeidung, Versagensängste und soziale Isolation zu sprechen. Die Initiative wird von der städtischen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) unterstützt.

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Fokus auf Beziehungsfähigkeit und das Setzen von Grenzen

Der neue Gesprächskreis spricht Menschen an, die im Alltag mit extremem Anpassungsverhalten, dem sogenannten „People-Pleasing“, oder Unterwerfungsreaktionen (Fawning Response) kämpfen. Häufig gehen diese Verhaltensweisen mit einer ausgeprägten Konfliktvermeidung, Schamgefühlen, Verlustängsten und einem geringen Selbstwertgefühl einher. Viele Betroffene erleben dadurch eine soziale Isolation oder stehen vor wiederkehrenden Problemen in ihren partnerschaftlichen und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Die Gruppe soll als regelmäßiger, verlässlicher und niedrigschwelliger Raum dienen. Die Teilnehmer können dort ihre Selbstwahrnehmung schulen, Erfahrungen austauschen und die soziale Teilhabe stärken. Das Ziel des Angebots besteht darin, das Selbstwertgefühl und die psychische Belastbarkeit zu festigen, die Konfliktfähigkeit zu fördern sowie ein besseres Gespür für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu entwickeln. Die Initiatoren weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Gesprächskreis keine therapeutischen oder psychologischen Beratungsleistungen ersetzt.

Erstes Treffen im Stadtforum Dresden

Das Auftakttreffen der neuen Gruppe findet am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, um 19 Uhr statt. Als Veranstaltungsort dient der Beratungsraum 1-101 im Stadtforum Dresden an der Waisenhausstraße 14. Nach dem ersten Kennenlernen sind regelmäßige Zusammenkünfte jeweils am zweiten und vierten Mittwoch des Monats geplant.

Wer an dem Gesprächskreis teilnehmen möchte, muss sich vorab per E-Mail unter selbstwert-und-grenzen@smph.mozmail.com anmelden.

Städtische Beratungsstelle unterstützt die Initiative

Organisatorischen Rückhalt erhält das Projekt durch die städtische Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen. Die Einrichtung der Landeshauptstadt Dresden koordiniert und fördert das vielfältige Netz an Selbsthilfeinitiativen im Stadtgebiet und vermittelt Interessierte in passende Gruppen.

Für Fragen zum neuen Gesprächskreis oder zu weiteren Angeboten steht die KISS-Hauptstelle auf der Industriestraße 21 zur Verfügung. Die Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Montags und freitags sind Termine nach vorheriger Vereinbarung möglich. Zudem können Anfragen telefonisch über eine Hotline sowie per E-Mail an die Verwaltung gerichtet werden. Weiterführende Informationen zum Thema stellt die Stadt auf ihrem zentralen Onlineportal bereit.

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