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Wo in Dresden bald Tausende Wohnungen entstehen sollen

Eine große, beräumte Sandfläche mit vereinzeltem Grün unter blauem Himmel. Im Vordergrund gepflasterter Boden, im Hintergrund Bäume und Gebäude. Es handelt sich um das Bauareal der ehemaligen Operette in Dresden-Leuben.
Noch Brachfläche, perspektivisch ein neues Stadtquartier: Auf dem beräumten Operetten-Areal in Leuben sollen Wohnungen und ein Stadtteilhaus entstehen. Dresden präsentiert die Fläche auf der EXPO REAL, um Investoren zu gewinnen. Foto: CdH
Wohnen, Arbeiten und Gastronomie direkt vor der Haustür: Mit vier großen Quartiersprojekten will Dresden der drohenden Wohnungsnot entgegenwirken. Warum die Stadt dafür auf der EXPO REAL um kräftige Finanzpartner wirbt.

Dresden. Vier neue Stadtquartiere, ein gemeinsames Ziel: Partner für den Bau zu finden. Mit dieser Botschaft reist die Landeshauptstadt zur Immobilienmesse EXPO REAL, die von Montag, 5. Oktober, bis Mittwoch, 7. Oktober 2026, in München stattfindet.

Der Hintergrund ist der Wohnungsbedarf. Bis 2035 braucht die wachsende Stadt nach eigener Prognose rund 21.000 zusätzliche Wohnungen. Die vier Quartiere sollen einen Teil davon liefern, allerdings nicht als reine Schlafstädte. Geplant ist eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur, Gastronomie und öffentlichen Räumen.

Was die Stadt sucht

„Mit den vier Projekten, die wir auf der EXPO REAL vorstellen, gestalten wir die Zukunft Dresdens", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn. Die Quartiere verbänden Wohnraum mit Arbeitsplätzen, sozialen Angeboten und Gastronomie. Für diese Vorhaben suche die Stadt Partner „für eine nachhaltige und qualitätsvolle Stadtentwicklung".

Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht ein Fachpanel am Dienstag, 6. Oktober, auf dem die Stadt die Projekte gemeinsam mit Fachleuten aus Planung, Architektur und Immobilienwirtschaft vorstellt. Einen Tag zuvor diskutiert Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit Bürgermeistern aus dem Umland über das Wachstum durch die Chipindustrie.

Die vier Quartiere im Überblick

  • Das Opern-Quartier rund um das Haus der Presse, unweit der Semperoper, verbindet auf etwa 78.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche Wohnen mit Büros, Gastronomie und gewerblich genutzten Erdgeschossen.
  • Der Sachsenplatz an der Albertbrücke soll auf rund 15.000 Quadratmetern innenstadtnahen Wohnraum und neue Erdgeschossnutzungen bringen.
  • In der Windmühlenstraße könnten auf rund 100.000 Quadratmetern etwa 800 Wohnungen entstehen, ergänzt um soziale Infrastruktur und kulturelle Angebote.
  • Auf dem Operetten-Areal Leuben, der nach einem Brand beräumten Fläche der früheren Operette, sind ein Stadtteilhaus, Wohnungen und Flächen für Sport vorgesehen.

Zusammen umfassen die vier Projekte rund 220.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche.

Weitere Informationen hat die Stadt unter dresden.de/exporeal zusammengestellt. Wie schnell aus den Plänen Baustellen werden, hängt nun davon ab, ob sich auf der Messe und danach Investoren finden.