Von Tharandt bis Dresden-Neustadt: Drei Gewaltvorfälle an einem Wochenende
Dresden. Die Bundespolizei hatte am vergangenen Wochenende mehrfach mit Gewalt und Widerstand zu tun. In drei Fällen kam es zu Angriffen auf Passanten, Bahnpersonal und Polizisten, in allen dreien waren die Beschuldigten alkoholisiert.
Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr trat ein 36-jähriger Deutscher vor dem Bahnhof Dresden-Neustadt gegen die Schiebetür eines Taxis und beschädigte sie. Danach schlug er einem Passanten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, der Mann erlitt eine blutende Verletzung am Auge. Ein zweiter Geschädigter meldete sich vor Ort, auch er war am Kopf getroffen und ins Gesicht gespuckt worden. Eine Streife nahm den flüchtenden Mann nach kurzer Verfolgung fest und übergab ihn an die Landespolizei.
Angriff auf Zugbegleiterin und Lokführer
Schon am Freitagvormittag war es in der Mitteldeutschen Regiobahn zwischen Chemnitz und Dresden zu einem Übergriff gekommen. Eine 56-jährige Deutsche griff nach Polizeiangaben sowohl die Zugbegleiterin als auch den Lokführer körperlich an. Am Bahnhof Tharandt stellten Landes- und Bundespolizei die Frau. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen und Hausfriedensbruchs.
Im dritten Fall kontrollierte das Zugpersonal am Samstagabend im Regionalexpress von Leipzig nach Dresden einen 43-jährigen Deutschen. Er zeigte zwar ein Deutschlandticket vor, konnte sich aber nicht ausweisen und machte falsche Angaben zu seinem Geburtsdatum. Am Bahnhof Neustadt übernahm ihn die Bundespolizei. Bei der Identitätsfeststellung versuchte der Mann mehrfach, die Beamten anzugreifen, und musste zur Dienststelle gebracht werden. Dort beleidigte und bedrohte er die Einsatzkräfte.