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Verschlossene Tore und enge Pfade: Nächtlicher Drama-Einsatz in Dresdner Gartensparte

Nächtlicher Löscheinsatz: Ein Feuerwehrmann in Schutzkleidung und Atemschutz richtet einen Wasserstrahl aus einem roten Schlauch auf rauchende, verbrannte Holztrümmer zwischen dichtem Gebüsch in einer Kleingartenanlage.
Nächtlicher Löscheinsatz in Pieschen: Ein Feuerwehrmann bekämpft den Brand eines Holzverschlags in einer Kleingartenanlage an der Wüllnerstraße. Trotz enger Zugänge verhinderte die Feuerwehr, dass die Flammen auf die Laube übergriffen. Foto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Schon auf der Anfahrt sahen die Retter den hellen Feuerschein über Pieschen. Doch an der Wüllnerstraße wurde die Anfahrt zum Nadelöhr: Vorhangschlösser und schmale Gartenwege bremsten die Großfahrzeuge aus. Wie 30 Feuerwehrleute die Laube in letzter Sekunde retteten.

Dresden. In einer Kleingartenanlage an der Wüllnerstraße in Pieschen hat es in der Nacht zum Sonntag gebrannt. Den Feuerschein und den Funkenflug sahen die Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt. Vor Ort stand aber nicht die Laube selbst in Flammen, sondern ein davor errichteter Holzverschlag mit Blechdach, etwa 40 Quadratmeter groß, in Vollbrand.

Verschlossene Tore und enge Wege bremsen den Einsatz

Auf die Anlage zu kommen, war das erste Problem. Alle Zugangstore waren verschlossen und mit Vorhängeschlössern gesichert, die Wege im Inneren so schmal, dass die Löschfahrzeuge kaum durchkamen. Zuerst erreichte nur ein kleineres Hilfeleistungslöschfahrzeug die Brandstelle, die übrigen Fahrzeuge folgten zeitversetzt. Weil die Wasserversorgung an solchen Stellen oft schwierig ist, hatte die Leitstelle vorsorglich ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug nachalarmiert.

Ob die Flammen auf die massiv gebaute Laube übergreifen würden, war zunächst offen. Zwei Trupps gingen unter Atemschutz mit je einem Strahlrohr vor. Parallel brachen Einsatzkräfte die verschlossene Laube auf, um sicherzugehen, dass niemand darin war und das Feuer nicht schon übergegriffen hatte. Die Laube war leer und innen nicht verraucht.

Feuer gelöscht, Polizei ermittelt zur Ursache

Die Feuerwehr löschte den Verschlag vollständig ab und verhinderte, dass das Feuer auf die Laube übergriff. Rund 6.000 Liter Wasser waren nötig. Zum Schluss kontrollierten die Kräfte die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera, auffällige Temperaturen gab es nicht mehr.

Die Feuerwehr sperrte die Stelle ab und übergab sie der Polizei, die die Brandursache ermittelt. Im Einsatz waren rund 30 Kräfte der Feuer- und Rettungswache Übigau, der Rettungswache Pieschen, der B- und der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehr Klotzsche. Der Einsatz dauerte von 23.38 Uhr bis etwa 2 Uhr.