Upgrade für die Johannstadt: Baustart für neuen Sport- & Spielpark
Dresden. In der Johannstadt beginnt am Montag eine Baustelle, über die sich die Nachbarschaft freuen darf. Die Spiel-, Sport- und Freizeitanlage zwischen Dürerstraße und Holbeinstraße wird bis Ende August grundlegend aufgewertet – mit neuem Angebot, mehr Grün und einem barrierefreien Weg als zentraler Achse durch die Anlage.
Was entsteht: eine Parcoursfläche für Jugendliche und Erwachsene, eine Streetballanlage, eine Tischtennisplatte, ein größeres Mehrfeld-Trampolin als Ersatz für das bestehende, eine Balancierstrecke und Rutsche für jüngere Kinder sowie geschützte Sitz- und Liegemöglichkeiten. Eine Mehrgenerationen-Bank soll zum zentralen Treffpunkt werden. Zusätzliche Bäume, Sträucher und eine Wildstaudenfläche an der Dürerstraße sollen mehr Schatten und Naturerleben bringen.

Während der Bauzeit – voraussichtlich bis Ende August – bleiben die bestehenden Sportflächen nutzbar.
Bürger haben mitgeplant
Was diese Maßnahme von einer gewöhnlichen Spielplatzsanierung unterscheidet: Die Planung basiert auf echter Bürgerbeteiligung. Im Juli 2024 konnten Anwohnerinnen und Anwohner bei zwei Veranstaltungen Defizite benennen und eigene Wünsche einbringen. Ergänzt durch Anregungen aus dem Stadtbezirksrat Altstadt, bildeten diese Impulse die Grundlage für den Entwurf des Dresdner Büros Ahner Landschaftsarchitektur – in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma TraceSpace für die Parcoursanlage.
Das ist kein Selbstverständlichkeit. Zu oft entstehen öffentliche Spielanlagen am Bedarf der Nutzer vorbei. Hier nicht.
EU-Geld fließt in den Kiez
Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 500.000 Euro – 70 Prozent davon kommen aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms "Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung" für das Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt. Den Rest teilen sich das städtische Amt für Stadtplanung und Mobilität sowie der Stadtbezirk Altstadt mit 25.000 Euro.
Angesichts einer Stadthaushaltslage, die andernorts gerade für Schlagzeilen sorgt – Stichwort fehlende Mittel für Vandalismus-Schäden an Trinkbrunnen – zeigt dieses Projekt, wie wichtig externe Fördergelder für die Dresdner Infrastruktur geworden sind. Ohne EFRE-Mittel wäre eine Anlage dieser Qualität derzeit kaum finanzierbar.
Die Garten- und Landschaftsbauarbeiten führt die Firma Josef Saule GmbH aus Dresden aus, die Parcourselemente liefert Play-Parc aus Bad Driburg.