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Upgrade für die Johannstadt: Baustart für neuen Sport- & Spielpark

Ein sonniger Parkweg in Dresden-Johannstadt, gesäumt von grünen Büschen und Bäumen, darunter ein auffälliger Baum mit roten Blättern. Im Hintergrund ist ein Wohngebäude zu sehen.
Grüne Basis für neues Leben: Der aktuelle Weg zwischen Dürer- und Holbeinstraße wird im Zuge der Sanierung zu einer barrierefreien Hauptachse ausgebaut, um den Park für alle Bewohner besser zugänglich zu machen. Foto: Bettina Prohn/LHDD
Von: Cornelius de Haas
Ab 4. Mai wird zwischen Dürer- und Holbeinstraße gebaut. Parcours, Streetball, Trampolin: Die Anlage soll alle Altersgruppen ansprechen. Fertig sein soll sie Ende August.

Dresden. In der Johannstadt beginnt am Montag eine Baustelle, über die sich die Nachbarschaft freuen darf. Die Spiel-, Sport- und Freizeitanlage zwischen Dürerstraße und Holbeinstraße wird bis Ende August grundlegend aufgewertet – mit neuem Angebot, mehr Grün und einem barrierefreien Weg als zentraler Achse durch die Anlage.

Was entsteht: eine Parcoursfläche für Jugendliche und Erwachsene, eine Streetballanlage, eine Tischtennisplatte, ein größeres Mehrfeld-Trampolin als Ersatz für das bestehende, eine Balancierstrecke und Rutsche für jüngere Kinder sowie geschützte Sitz- und Liegemöglichkeiten. Eine Mehrgenerationen-Bank soll zum zentralen Treffpunkt werden. Zusätzliche Bäume, Sträucher und eine Wildstaudenfläche an der Dürerstraße sollen mehr Schatten und Naturerleben bringen.

Digitale Visualisierung der neuen Freizeitanlage in Johannstadt. Man sieht Menschen beim Sport auf einer Parcoursfläche, beim Picknick auf der Wiese und beim Entspannen auf modernen Holzbänken unter Bäumen.
So sieht die Zukunft aus: Die Visualisierung zeigt die geplante Parcours-Anlage und die neuen Aufenthaltsbereiche, die durch EU-Fördermittel und Bürgerbeteiligung ermöglicht werden. Quelle: Ahner Landschaftsarchitektur

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Während der Bauzeit – voraussichtlich bis Ende August – bleiben die bestehenden Sportflächen nutzbar.

Bürger haben mitgeplant

Was diese Maßnahme von einer gewöhnlichen Spielplatzsanierung unterscheidet: Die Planung basiert auf echter Bürgerbeteiligung. Im Juli 2024 konnten Anwohnerinnen und Anwohner bei zwei Veranstaltungen Defizite benennen und eigene Wünsche einbringen. Ergänzt durch Anregungen aus dem Stadtbezirksrat Altstadt, bildeten diese Impulse die Grundlage für den Entwurf des Dresdner Büros Ahner Landschaftsarchitektur – in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma TraceSpace für die Parcoursanlage.

Das ist kein Selbstverständlichkeit. Zu oft entstehen öffentliche Spielanlagen am Bedarf der Nutzer vorbei. Hier nicht.

EU-Geld fließt in den Kiez

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 500.000 Euro – 70 Prozent davon kommen aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms "Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung" für das Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt. Den Rest teilen sich das städtische Amt für Stadtplanung und Mobilität sowie der Stadtbezirk Altstadt mit 25.000 Euro.

Angesichts einer Stadthaushaltslage, die andernorts gerade für Schlagzeilen sorgt – Stichwort fehlende Mittel für Vandalismus-Schäden an Trinkbrunnen – zeigt dieses Projekt, wie wichtig externe Fördergelder für die Dresdner Infrastruktur geworden sind. Ohne EFRE-Mittel wäre eine Anlage dieser Qualität derzeit kaum finanzierbar.

Die Garten- und Landschaftsbauarbeiten führt die Firma Josef Saule GmbH aus Dresden aus, die Parcourselemente liefert Play-Parc aus Bad Driburg.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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