Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Nach dem Brandanschlag ist er zurück: Wo Dresdens olivgrüner Superblitzer jetzt lauert

Eine Außenaufnahme eines dunkelgrünen, keilförmigen Blitzer-Anhängers (Enforcement-Trailer) mit dem Kennzeichen „HWI-VE 213“, der auf einem gepflasterten Gehwegbereich abgestellt ist. Der Blitzer steht direkt neben einer hohen, dichten grünen Hecke.
Unkaputtbar und frisch getarnt: Nur rund eine Woche nach dem Brandanschlag in Briesnitz schickt das Ordnungsamt den olivgrünen Superblitzer „HWI-VE 213“ wieder auf die Straße. Das unbeschädigte Innenleben nimmt ab sofort – täuschend echt hinter einer Hecke am Moritzburger Weg in Hellerau versteckt - alle Fahrzeuge ins Visier, die in Richtung Königsbrücker Straße unterwegs sind. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Nach dem Brandanschlag ist er zurück: Dresdens olivgrüner Superblitzer lauert jetzt am Moritzburger Weg

Dresden. Unbekannte hatten ihn in der Nacht zum 7. Juni in Briesnitz angezündet - doch der olivgrüne Enforcement-Trailer HWI-VE 213 ließ sich nicht stoppen. Jetzt ist der Superblitzer wieder im Einsatz, und zwar an einem neuen Standort.

Etwa eine Woche nach dem Brandanschlag in Briesnitz hat das Ordnungsamt den olivgrünen Superblitzer HWI-VE 213 wieder auf die Straße geschickt. Das Feuer hatte seinerzeit nur die Außenhülle beschädigt - das Innenleben des Anhängers blieb intakt, die gespeicherten Raserfotos waren sicher. Nun steht der Tarn-Blitzer in Hellerau am Moritzburger Weg und nimmt Fahrzeuge ins Visier, die in Richtung Königsbrücker Straße unterwegs sind.

Vom Feuer ist dem Anhänger nichts mehr anzusehen - der neue Standort dürfte Autofahrer auf der vielbefahrenen Route überraschen. Zumal der olivgrüne Anhänger durch seine Tarnung im Grün dafür bekannt ist, spät aufzufallen.

Mehr aus dieser Kategorie

Brandanschlag in Briesnitz: Täter fanden den getarnten Anhänger trotzdem

Der olivgrün lackierte HWI-VE 213 war erst etwa zehn Tage vor dem Anschlag nach Briesnitz an die Meißner Landstraße umgezogen - seine Sonderlackierung sollte ihn zwischen Rasen, Sträuchern und Bäumen verschwinden lassen. Der Plan ging halbwegs auf: Vorbeifahrenden Autofahrern fiel er kaum auf. Den Tätern aber schon.

In der Nacht übergossen Unbekannte den Anhänger scheinbar mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündeten ihn an. Passanten bemerkten das Feuer zwischen 22:50 und 23:40 Uhr, schlugen Alarm und löschten die Flammen gemeinsam mit der Polizei, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung.

Dresdens Superblitzer-Flotte: Wo die drei Anhänger gerade stehen

HWI-VE 213 ist der jüngste und auffälligste der drei Dresdner Superblitzer. Seine grauen Brüder sind ebenfalls im Einsatz: HWI-VE 159 steht aktuell an der Radeberger Landstraße Richtung Radeberg, ausgerechnet im Schatten eines riesigen Dynamo-Dresden-Graffitis. HWI-VE 167 hat auf der Wilhelm-Franke-Straße in Leubnitz-Neuostra die Seite gewechselt - er überwacht jetzt in stadtauswärtiger Richtung, versteckt hinter Gebüsch direkt nach der Einfahrt zum Ramada by Wyndham Hotel. Das neu eingeführte Tempolimit von 30 km/h soll dort Fußgänger und Hotelgäste schützen.

Cornelius de Haas
Artikel von

Cornelius de Haas

Cornelius de Haas ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.