Dresdens wichtigster Jugendpreis erhöht das Preisgeld massiv
Dresden. Dreizehn junge Menschen haben in diesem Jahr ihren Schulabschluss gemacht - dank eines Projekts, das 2023 mit dem EMIL ausgezeichnet wurde. Solche Geschichten stehen hinter einem Preis, der seit mehr als zwei Jahrzehnten Arbeit würdigt, die kaum jemand sieht: die Prävention von Jugendkriminalität, die Resozialisierung straffällig gewordener Heranwachsender und der Schutz von Kindern und Jugendlichen. Ab sofort läuft die Bewerbungsphase für den 21. EMIL - und erstmals winken 5.000 Euro Preisgeld.
Die Erhöhung von bisher 3.000 auf nun 5.000 Euro ist ein Signal: Die Landeshauptstadt Dresden und die Dresdner Stiftung Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die den Preis gemeinsam vergeben, wollen das ausgezeichnete Engagement noch stärker unterstützen - und sichtbarer machen.
Wer kann sich bewerben - und wie?
Willkommen sind gemeinnützige Projekte und Vereine, die sich in der Kriminalprävention, der Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen, der Resozialisierung oder dem Kinder- und Jugendschutz engagieren. Bewerbungen können bis zum 15. September 2026 ausschließlich digital per E-Mail an juhis@dresden.de eingereicht werden. Rückfragen beantwortet Frau Louis unter jlouis@dresden.de. Im vergangenen Jahr ging der Preis an den Malwina e.V..
Die Preisverleihung findet am 20. November 2026 im Rahmen des Dresdner Gesprächskreises Jugendhilfe und Justiz im Neuen Rathaus, Rathausplatz 1, statt. Weitere Informationen gibt es unter www.dresden.de/emil.
Mehr als Geld: Der EMIL als Türöffner
Ehemalige Preisträger berichten, dass die Auszeichnung vor allem eines gebracht hat: Aufmerksamkeit. Durch die öffentliche Sichtbarkeit konnten Projekte ihre Reichweite ausbauen und mehr Menschen erreichen - weit über den finanziellen Impuls hinaus. Das 2022 ausgezeichnete Extremismusprojekt des Politischen Jugendrings Dresden etwa beschreibt Workshops, in denen junge Menschen mit teils sehr unterschiedlichen Meinungen respektvoll miteinander ins Gespräch kamen.
Und die 13 Schulabsolventen des MOBA-Projekts zeigen: Manchmal braucht es nur jemanden, der an einen glaubt - und ein Projekt, das den Rahmen dafür schafft.