Signal-Update in Dresden-Gorbitz: Sperrungen und Ersatzverkehr bei den DVB-Linien 2 und 7
Dresden. Es ist der wohl unscheinbarste und zugleich wichtigste Streckenabschnitt im Dresdner Netz: Über die rund 2,5 Kilometer lange Gleistrasse zwischen Amalie-Dietrich-Platz und Betriebshof Gorbitz rollt Tag für Tag ein großer Teil der Straßenbahnflotte zur Werkstatt und wieder hinaus. Genau diese einzige Zufahrt zum Betriebshof nimmt sich die DVB jetzt vor - und das bekommen Fahrgäste in den Sommerferien deutlich zu spüren.
In zwei Etappen, von Montag (6. Juli) bis Freitag (10. Juli) und noch einmal vom 13. bis 17. Juli, jeweils von 4:30 bis 3 Uhr, verkürzt die DVB die Linien 2 und 7. Der Grund liegt in der Technik: Die alte Fahrsignalanlage bestand aus zwei getrennten Systemen, die sich nur mit hohem Aufwand gemeinsam steuern ließen. Künftig übernimmt eine durchgehende, fest installierte Anlage - damit lässt sich der Abschnitt bei Bauarbeiten oder Havarien schneller auf ein einzelnes Gleis umstellen.
Aus 2 wird 7: So fahren die Linien während der Bauarbeiten
Für Fahrgäste sorgt vor allem ein Kniff für Verwirrung: Die Bahnen tauschen mitten in der Fahrt die Nummer. Die Linie 2 pendelt zwischen Kleinzschachwitz und Dahlienweg und fährt anschließend als Linie 7 weiter Richtung Weixdorf. Umgekehrt kommt die „7" aus Weixdorf bis zur Julius-Vahlteich-Straße beziehungsweise zum Dahlienweg und setzt dann als „2" nach Kleinzschachwitz fort. Einzelne Fahrten Richtung Weixdorf starten tagsüber schon in der Gleisschleife Wölfnitz.
Die Lücke zwischen den Haltestellen schließen Ersatzbusse. Der EV 2 fährt von der Julius-Vahlteich-Straße über Dahlienweg und Kirschenstraße bis zum Betriebshof Gorbitz - allerdings mit einer Nachtpause: Zwischen 1 und 4 Uhr rollt hier kein Bus. Der EV 7 fährt bis zur Kirschenstraße und weiter zur Gompitzer Höhe nach Pennrich, lässt dabei aber den Betriebshof Gorbitz aus. Wer zwischen Löbtau/Wölfnitz und Gompitzer Höhe unterwegs ist, kommt zudem mit den Buslinien 70 und 333 voran.
648.000 Euro und ein Zeitplan bis Dezember
Hinter dem Ferien-Umbau steckt ein Infrastrukturvorhaben von rund 648.000 Euro, davon etwa 510.000 Euro Baukosten - 75 Prozent trägt der Freistaat Sachsen. In den Sommerferien folgen die Gleis- und Tiefbauarbeiten für neue Steuergeräte an den Haltestellen Amalie-Dietrich-Platz, Kirschenstraße und Betriebshof Gorbitz, dazu frische Kabelschutzrohre und Leitungen.
Der Rückbau der alten Signalanlagen lief bereits in den vergangenen zwei Wochen; die restlichen Arbeiten sollen ohne weitere Einschränkungen bis Dezember abgeschlossen sein. Nebenbei tauscht die Firma Wall an den Haltestellen Amalie-Dietrich-Platz, Merianplatz und Kirschenstraße noch die Fahrgastunterstände aus.