Schwere Verpuffung in Dresden: Neun Verletzte nach Wohnungsbrand
Dresden. Ein Wohnungsbrand mit einer Verpuffung hat am Sonntagnachmittag in Dresden-Löbtau neun Menschen verletzt, vier davon schwer. Die Feuerwehr war gegen 13.15 Uhr zur Bramschstraße gerufen worden. Als die ersten Kräfte eintrafen, standen bereits Bewohner vor dem Gebäude, aus einem Fenster im ersten Obergeschoss quoll dichter schwarzer Rauch. Weil schon zu diesem Zeitpunkt mehrere Verletzte bekannt waren, forderte die Leitstelle sofort zusätzliche Einsatzkräfte nach.
Ein Zimmer stand im Vollbrand
Zwei Trupps gingen unter Atemschutz in die betroffene Wohnung vor, die vollständig verraucht war; ein Zimmer stand im Vollbrand. Die Einsatzleitung bildete mehrere Abschnitte: Während ein Teil der Kräfte das Feuer bekämpfte, kontrollierten andere die angrenzenden Wohnungen, in die sich der Rauch ausgebreitet hatte. Parallel versorgte der Rettungsdienst die Verletzten.
Vier Schwerverletzte, darunter zwei Kinder
Insgesamt wurden neun Menschen verletzt. Vier von ihnen erlitten schwere Brandverletzungen und kamen mit Rettungswagen und zwei Rettungshubschraubern in Krankenhäuser – darunter zwei Kinder im Alter von jeweils sechs Jahren sowie eine 29-jährige Frau und ein 40-jähriger Mann. Fünf weitere Personen zeigten Symptome einer Rauchgasvergiftung, unter ihnen drei Kinder im Alter von sieben, vier und einem Jahr sowie ein 40-jähriger Mann und eine 37-jährige Frau. Sie wurden vor Ort behandelt; ein Transport in eine Klinik war zunächst nicht nötig, eine eigenständige ärztliche Vorstellung wurde ihnen empfohlen.
Wohnung unbewohnbar – Ursache noch unklar
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und kontrollierte anschließend alle Wohneinheiten; weitere Betroffene wurden nicht gefunden. Die Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar. Zur Beurteilung der Bausubstanz zog die Feuerwehr einen Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzu. Die Ursache des Brandes und die genauen Umstände der Verpuffung sind nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Im Einsatz waren 58 Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Löbtau und Altstadt, der Rettungswachen Löbtau und Friedrichstadt sowie der Stadtteilfeuerwehr Gorbitz.