Dresden. Für die Bundespolizei in Dresden war es ein dichtgedrängtes Wochenende. Zwischen Freitag und Sonntag, vom 22. bis 25. Mai 2026, reihte sich Einsatz an Einsatz - von gefälschten Dokumenten über beschlagnahmte Waffen bis hin zu einer Bedrohung im Zug.
Den Auftakt machte am Freitagmorgen ein 40-Jähriger im Einreisezug aus Prag. Bei der Kontrolle gab er sich als Belgier aus, doch die Papiere waren gefälscht. Tatsächlich handelte es sich um einen Kosovaren, gegen den ein internationaler Haftbefehl aus Belgien wegen schweren Raubes vorlag. Nach der Vorführung beim Haftrichter kam er in die JVA Dresden.
Ebenfalls im Zug aus Prag fiel am Samstagvormittag ein 31-jähriger Tscheche auf, der ein verbotenes Einhandmesser griffbereit im Rucksack trug. Die Beamten beschlagnahmten die Waffe und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In der Nacht zuvor hatten Einsatzkräfte am Haltepunkt Dresden-Industriegelände eine Gruppe im Gleisbereich angetroffen. Gegen einen 34-jährigen Deutschen lagen gleich zwei Haftbefehle und sechs Aufenthaltsermittlungen vor. Weil er eine Geldstrafe von 560 Euro nicht zahlen konnte, trat er eine 32-tägige Ersatzfreiheitsstrafe an - bei sich trug er zudem Crystal Meth.