Neues Timberjacks bei Dresden startet mit BossHoss-Konzert
Bannewitz. Es hat gedauert. Länger als geplant - doch steht es jetzt: An der B170, unweit des Bannewitzer Ortsrands, reckt sich ein mächtiges Blockhaus aus riesigen Baumstämmen in den sächsischen Himmel. Der Stier über dem Eingang grüßt jeden, der auf der Bundesstraße in Richtung Dresden unterwegs ist. Das Timberjacks Bannewitz öffnet im Mai seine Türen – und wird damit das zehnte Restaurant der gleichnamigen Göttinger Gastrokette.
Einen konkreten Termin will das Unternehmen noch nicht nennen. „Es wird im Mai werden", sagt ein Sprecher auf Nachfrage - mehr nicht. Qualität vor Schnelligkeit: Das ist bei Timberjacks kein Marketingversprechen, sondern offenbar gelebte Praxis.
Ein Konzert als Generalprobe
Den ersten Blick ins Innere bekommen ausgewählte Gäste schon früher - und zwar am 2. Mai. Dann spielen Alec Völkel und Sascha Vollmer von „The BossHoss" als Duo unplugged im noch ganz frischen Gastraum. Das Konzert ist ausverkauft, rund 350 Gäste werden erwartet. Wer ein Ticket ergattert hat, darf sich auch kulinarisch auf eine Kostprobe freuen: „Geplant ist ein Flying Buffet mit einer Auswahl der Speisen, die wir später auf der Karte haben werden. Außerdem dürfen die Gäste die typische Timberjacks-Atmosphäre genießen", wurde Timberjacks-Gründer Thomas Kemner bei sächsische.de zitiert.

Das Konzertformat ist dabei kein Zufall: Es knüpft bewusst an die legendäre MTV-Unplugged-Serie an – Intimität statt Stadionrock, Gitarre statt Pyrotechnik. Nach dem Auftritt folgen Flying Buffet und Aftershow-Party. Für Bannewitz, das bislang nicht als Livemusik-Hotspot bekannt war, ist das eine neue Qualität. Weitere Konzerte folgen im Jahresverlauf: The Baseballs sind für den 26. September angekündigt, Glasperlenspiel für den 21. November.
Von Göttingen in den Osten
Timberjacks ist ein Phänomen der deutschen Gastrolandschaft. Thomas Kemner, Jahrgang 1977, eröffnete 2016 das erste Restaurant in Göttingen – inspiriert von einer Reise nach Los Angeles. Das Konzept: amerikanisches Blockhaus-Flair, keine Convenience-Produkte, dafür frisch zubereitete Steaks, Burger, BBQ, Burritos und hausgemachte Cheesecakes. Dazu ein Kamin, eine Rodeo-Anlage, ein riesiger LED-Bildschirm für Sportübertragungen – und Live-Konzerte.
Mit Bannewitz wagt die Kette nun erstmals den Sprung nach Ostdeutschland. Dass es ausgerechnet die Gemeinde südlich von Dresden geworden ist und nicht eine der Großstädte, entspricht der Timberjacks-Philosophie: Die Standorte liegen bewusst an gut erreichbaren Ausfallstraßen, oft in Gewerbegebieten am Stadtrand. Timberjacks setzt auf Einzugsgebiete, nicht auf Laufkundschaft.
Ob nach Bannewitz irgendwann ein zweites sächsisches Timberjacks – etwa im Raum Leipzig – folgt, bestätigt das Unternehmen derzeit nicht.