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Dirigentenwechsel an der Semperoper: Thomas Guggeis springt für erkrankte Marie Jacquot ein

Ein professionelles Porträt des Dirigenten Thomas Guggeis in eleganter Kleidung vor einem schlichten, dezent ausgeleuchteten Hintergrund. Er blickt mit aufmerksamem, ruhigem Ausdruck direkt in die Kamera.
Rettung in letzter Minute: Der gefragte Dirigent Thomas Guggeis übernimmt kurzfristig das Dirigat für die erkrankte Marie Jacquot und feiert damit sein mit Spannung erwartetes Debüt bei den Sinfoniekonzerten der Staatskapelle. Foto: Simon Pauly
Von: Cornelius de Haas
Kurzfristige Absage, neuer Mann am Pult und ein verändertes Programm: Beim 11. Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle muss umdisponiert werden. Geblieben ist der Star des Abends: Violinist Augustin Hadelich.

Dresden. Wenn drei Tage vor der Premiere die Dirigentin ausfällt, beginnt für ein Opernhaus die Suche nach Ersatz – und für das Publikum die spannende Frage: Wer übernimmt? An der Semperoper ist die Antwort gefunden. Thomas Guggeis, einer der gefragtesten Dirigenten seiner Generation, springt beim 11. Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden ein.

Der Grund für den Wechsel: Marie Jacquot, Chefdirigentin des Royal Danish Theatre in Kopenhagen und designierte Chefin des WDR Sinfonieorchesters, musste ihr Dirigat krankheitsbedingt zu ihrem großen Bedauern absagen. Guggeis übernimmt nun die drei Konzerte am 14., 15. und 16. Juni 2026 – mit einer kleinen Änderung im Programm. Das ursprünglich angekündigte Konzert für Orchester von Béla Bartók weicht Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Unverändert bleibt dagegen das Herzstück des Abends: Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61, gespielt vom Solisten Augustin Hadelich.

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Guggeis dirigiert erstmals ein Sinfoniekonzert der Staatskapelle Dresden

Für Guggeis ist es ein besonderer Moment: Erstmals leitet er ein Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle. Unbekannt ist ihm das Orchester aber nicht - bereits im November 2019 gab er bei einem Aufführungsabend mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Bourgeois sein Debüt bei den Dresdnern.

Seither hat sich der Dirigent als einer der eindrucksvollsten seiner Generation etabliert, zu Hause sowohl im Opernhaus als auch auf dem Konzertpodium. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt und künstlerischer Leiter der Frankfurter Museumskonzerte; sein Profil reicht mit Engagements quer durch Europa und darüber hinaus.

Solist Hadelich: Ein Weltstar der Geige zu Gast in der Semperoper

Der eigentliche Publikumsmagnet aber bleibt unverändert. Augustin Hadelich zählt zu den herausragenden Geigern unserer Zeit - gerühmt für seinen hinreißenden Ton, seine brillante Technik und tief empfundene Interpretationen, die Publikum wie Kritik gleichermaßen begeistern. Seine Konzertreisen führen ihn rund um den Globus, als Solist gastiert er bei den Spitzenorchestern der Welt.

Eine Porträtaufnahme des Musikers Augustin Hadelich in einem dunklen Anzug. Er hält lächelnd seine Violine und den Bogen in den Händen und blickt freundlich in die Kamera vor einem dunklen, neutralen Hintergrund.
Die Konstante des Abends: Weltstar Augustin Hadelich bleibt als Solist an Bord und wird Beethovens monumentales Violinkonzert D-Dur in der Semperoper interpretieren. Foto: Suxiao Yang

Wie gefragt Hadelich ist, zeigt allein sein Kalender für 2026: Im April debütierte er mit dem NCPA Orchestra in Peking, im Sommer ist er „Artiste étoile" beim Lucerne Festival, tourt mit den Berliner Philharmonikern und gastiert bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern. Hinzu kommen Residenzen beim Konzerthaus Wien und in der Elbphilharmonie Hamburg.

11. Sinfoniekonzert: Termine, Karten und Radioübertragung im MDR

Gespielt wird dreimal: am Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr (ausverkauft) sowie am Montag und Dienstag, 15. und 16. Juni, jeweils um 19 Uhr in der Semperoper. Jeweils 45 Minuten vor Beginn gibt es im Opernkeller eine Konzerteinführung. Wer nicht dabei sein kann, hat eine zweite Chance am Radio: Der MDR zeichnet das Konzert am 16. Juni auf und sendet es am 3. Juli ab 20.03 Uhr bei MDR Klassik und MDR Kultur.

Karten gibt es an der Schinkelwache am Theaterplatz (Telefon 0351 4911705) sowie online unter staatskapelle-dresden.de. Trotz der kurzfristigen Umbesetzung dürfen sich die Besucher also auf einen hochkarätigen Abend freuen - mit einem Einspringer am Pult, der selbst längst zur ersten Garde zählt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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