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Dresden kämpft gegen Fehlwürfe: Aktionstage informieren über richtige Mülltrennung

Ein großer gelb-weiß-roter Showtruck mit der Aufschrift „DEUTSCHLAND TRENNT.“ steht auf einem öffentlichen Platz. Davor sind drei riesige, aufgeblasene Nachbildungen von Produktverpackungen für Blumenerde, Duschgel und Weidemilch aufgestellt.
Schluss mit den Müll-Mythen: Mit diesem auffälligen Showtruck und Maskottchen „TRENN-BÄR“ gastiert die bundesweite Aktion „Deutschland trennt.“ in Dresden. Am Mittwoch (10. Juni) auf der Prager Straße und am 19. Juni am Kulturpalast können Bürger live ihr Sortierwissen testen und sogar eine mobile Kunststoffpresse in Aktion erleben. Foto: Initiative „Mülltrennung wirkt“
Von: Dresden News

Dresden. Eine alte Plastikgießkanne oder das kaputte Sandspielzeug gehören automatisch in die Gelbe Tonne? Dieser weit verbreitete Irrtum sorgt in Dresdner Sortieranlagen regelmäßig für Probleme. Um mit den gängigsten Mythen rund um den Haushaltsabfall aufzuräumen, beteiligt sich die Landeshauptstadt an den bundesweiten Aktionswochen „Deutschland trennt.“ und lädt Bürgerinnen und Bürger zu interaktiven Infotagen in die Innenstadt ein.

Live-Recycling und Wissenstests auf der Prager Straße

Der Startschuss für die lokalen Aktionstage fällt am morgigen Mittwoch, 10. Juni 2026, auf der Prager Straße in Höhe der Skulptur Völkerfreundschaft. Ein zweiter Termin folgt am Freitag, 19. Juni 2026, auf dem Vorplatz des Kulturpalastes. An beiden Tagen informieren das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft (ASA) sowie die dualen Systeme Deutschland jeweils von 14 bis 18 Uhr über die korrekte Mülltrennung.

Vor Ort können Passanten ihr Sortierwissen an einem Showtruck mit einer XXL-Verpackung testen und Preise gewinnen. Während die städtische Abfallberatung individuelle Fragen beantwortet, führt das Maskottchen „TRENN-BÄR“ jüngere Besucher spielerisch an das Thema heran. Ein praktisches Highlight steuert das Makerspace der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) bei: Mit einer mobilen Kunststoffpresse wird vor den Augen der Öffentlichkeit demonstriert, wie aus altem Plastikmüll direkt neue Produkte entstehen.

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Verpackung versus Kunststoff: Wo die Fehler passieren

Das Hauptaugenmerk der Aufklärungskampagne liegt auf der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, da hier laut Stadtverwaltung die meisten Fehlwürfe verzeichnet werden. Entgegen der Annahme vieler Verbraucher darf dort nicht jeder Gebrauchsgegenstand aus Kunststoff entsorgt werden.

Ausschließlich Verpackungen aus Plastik, Metall, Styropor und Verbundmaterialien wie Getränkekartons gehören in diese Behälter. Andere stoffgleiche Nichtverpackungen wie Gießkannen oder Sandförmchen müssen dagegen auf den städtischen Wertstoffhöfen abgegeben werden. Auch Altglas, Papier und Pappe landen immer wieder fälschlicherweise im Gelben Sack. Für sie stehen weiterhin die Blaue Tonne sowie die dezentralen Wertstoffcontainer bereit.

Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen betont den direkten Nutzen einer sauberen Wertstoffsammlung für den Ressourcenkreislauf: „Wir wollen, dass alle in Dresden zu Trennprofis werden. Je mehr recycelt werden kann, desto mehr Rohstoffe können eingespart werden. Damit können wir gemeinsam beim Umwelt- und Klimaschutz helfen.“

Bundesweite Kampagne bindet lokalen Handel ein

Die Dresdner Aktionstage sind Teil der Initiative „Mülltrennung wirkt“, die von den dualen Systemen in Deutschland getragen wird. Im Aktionszeitraum vom 6. bis 21. Juni 2026 finden bundesweit mehr als 500 Veranstaltungen statt, um das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Neben den kommunalen Entsorgungsbetrieben engagiert sich auch der Einzelhandel vor Ort. In Dresden unterstützen zahlreiche Filialen namhafter Ketten die Aktion, darunter die Drogeriemärkte DM und Rossmann, die Baumärkte Hornbach, OBI und toom sowie die Lebensmittelhändler Globus, Netto, Netto Marken-Discount und Denns Bio.

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