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Neue Pendlerroute für Radfahrer: Dresden plant Radschnellweg Richtung Norden

Ein asphaltierter Radweg mit zwei markierten Fahrspuren führt auf einen beleuchteten Tunnel zu – Symbolbild für den Ausbau der Radinfrastruktur.
Vorbild für den R4? Radschnellwege zeichnen sich durch breite Fahrspuren und kreuzungsfreie Führungen aus. Für die wichtige Pendlerstrecke im Dresdner Norden beginnt nun die konkrete Vorplanung. Symbolfoto: Pixabay/bartymaus
Von: Cornelius de Haas
Schneller, breiter, weniger Stopps: Der geplante Radschnellweg R4 soll Autofahrer zum Umsteigen bewegen. Jetzt startet die konkrete Planung.

Dresden. Die Landeshauptstadt Sachsens geht den nächsten Schritt beim Ausbau der Radinfrastruktur: Für den geplanten Radschnellweg R4 in Richtung Radeberg läuft seit Anfang April die Vorplanung für einen zentralen Abschnitt. Dafür stehen rund 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln bereit.

Geplant wird zunächst die Verbindung zwischen dem Bahnhof Dresden-Neustadt und der Langebrücker Straße in Klotzsche. Die Strecke gilt als wichtige Pendlerachse im Dresdner Norden – bislang jedoch ohne durchgehend leistungsfähige Radverbindung. Finanziert wird die Planung durch den Bund, die Bewilligung erfolgte über das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV).

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Trassenverlauf wird erst festgelegt

Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die Stadt die Planungsleistungen vergeben. Die Vorplanung soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum wird festgelegt, wo der Radschnellweg konkret verlaufen kann, wie Kreuzungen gelöst werden und welche Eingriffe notwendig sind.

Auch Abstimmungen mit Behörden und anderen Beteiligten stehen an. Grundlage ist eine bereits vorliegende Machbarkeitsstudie sowie ein Beschluss der Sächsischen Staatsregierung.

Was den Radschnellweg unterscheiden soll

Der R4 soll mehr leisten als ein klassischer Radweg. Vorgesehen sind breite Fahrspuren, möglichst wenige Kreuzungen und eine klare Trennung vom Fußverkehr. Pendler sollen längere Strecken ohne häufiges Anhalten zurücklegen können.

Damit zielt das Projekt vor allem auf Berufspendler, die bisher auf das Auto angewiesen sind. Ob und wie viele tatsächlich umsteigen, wird jedoch auch davon abhängen, wie direkt und unterbrechungsarm die Strecke am Ende geführt wird.

Teil eines größeren Netzes

Der Radschnellweg ist Teil eines geplanten Netzes zwischen Dresden und dem Umland. Wie die Trasse im Detail aussieht, ist noch offen und wird erst in den kommenden Planungsschritten entschieden. Weitere Ergebnisse will die Stadt im Verlauf des Projekts vorstellen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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