Dresden. Es war kein guter Donnerstagabend für zwei Reisende am Dresdner Hauptbahnhof. Bei Kontrollen im Bahnhof und in internationalen Zügen zog die Bundespolizei am 4. Juni gleich zwei Männer aus dem Verkehr - jeden auf seine Weise auffällig.
Den Anfang machte gegen 21:17 Uhr ein junger Mann, der die Streife offenbar schon von Weitem erkannte. Kaum hatte er die Beamten erblickt, rannte er los und wehrte sich auch danach gegen den Zugriff. Einen Ausweis trug er nicht bei sich - dafür ein kleines Arsenal: Acht Messer förderten die Polizisten aus seinem Rucksack zutage, darunter vier Wurfmesser. Gegen den 22-jährigen Ungarn ermittelt die Bundespolizei nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Nur drei Minuten später, gegen 21:20 Uhr, verriet im Eurocity von Děčín nach Trier ein deutlicher Cannabisgeruch einen 53-jährigen Tschechen. Drogen? Habe er keine, beteuerte der Mann. In seinem Rucksack fand sich jedoch eine mit Cannabis gefüllte Kräutermühle, griffbereit an der Hose steckte zudem ein Einhandmesser. Die Beamten beschlagnahmten beides. Auf ihn warten nun ein Strafverfahren nach dem Konsumcannabisgesetz und eine Anzeige wegen des Messers.