Dresden. Pieschen wächst stetig. Inzwischen leben knapp 55.000 Menschen im Stadtteil. Die Bevölkerung wird jünger, und es entstehen neue Wohnungen. Mit dieser Entwicklung zeigt sich Torsten König, stellvertretender Leiter des Sozialamts, beim Stadtteilrundgang der Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) Mitte Juli zufrieden.
Laut Kaufmann liegt die Arbeitslosenquote in Pieschen mit rund sieben Prozent etwa im Dresdner Durchschnitt. Weder Arbeitslosigkeit noch soziale Segregation prägen demnnach den Stadtteil. Vielmehr sei Pieschen „sozial stabil durchmischt“. Knapp 60 Prozent der Haushalte sind Singlehaushalte, der Seniorenanteil liegt unter 21 Prozent, und der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte unter zehn Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 41,3 Jahren.
Wo die Herausforderungen liegen, verdeutlichen die Zahlen des Sozialamts: Rund 5.000 Menschen beziehen Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, 740 erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt. Hinzu kommen Hilfen zur Pflege sowie rund 40 Menschen, die nach dem Sozialgesetzbuch untergebracht sind. Robin Beitz von der Wohnungsfürsorge betont, wie eng die verschiedenen Hilfsangebote ineinandergreifen. Ohne Wohnung sei eine Stabilisierung kaum möglich - ohne Beratung wiederum oft keine Wohnung.

