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40 Porträts im Hauptbahnhof: Warum Dresden bei dieser Notlage hinsieht

Veranstaltungsplakat zur Fotoausstellung „Du im Spiegel“ im Dresdner Hauptbahnhof (07.09.–25.09.2026). Zu sehen ist die Rückansicht einer Person, die ein Spiegelfragment mit dem Gesicht eines Mannes hält. Im Hintergrund ist die Fassade des Hauptbahnhofs abgebildet.
Zeichen gegen Wohnungsnot: Das Plakat kündigt die Fotoausstellung „Du im Spiegel“ im Dresdner Hauptbahnhof an. Vom 7. bis 25. September zeigt sie Schwarz-Weiß-Porträts Betroffener – Auftakt einer Aktionswoche der Wohnungsnotfallhilfe. Quelle: LHDD
Von: Dresden News
Rund 437 Menschen gelten in Dresden als offiziell wohnungslos. Eine außergewöhnliche Ausstellung bringt ihre Geschichten jetzt mitten in den Hauptbahnhof.

Dresden. Zum bundesweiten Tag der wohnungslosen Menschen am Freitag, 11. September, veranstaltet die Dresdner Wohnungsnotfallhilfe vom 7. September an eine Aktionswoche. Derzeit zählt die Stadtverwaltung 437 wohnungslose Frauen und Männer, die sich ratsuchend im Sozialamt gemeldet haben.

„Wohnungslosigkeit ist nicht nur eine soziale Notlage. Sie berührt grundlegende Fragen von Würde und gesellschaftlicher Teilhabe", sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann. Sie dankt den Akteuren der Wohnungsnotfallhilfe, die mit der Woche ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Solidarität setzten.

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Ausstellung „Du im Spiegel" im Hauptbahnhof

Die Woche beginnt am Montag, 7. September, um 15 Uhr in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs mit der Ausstellung „Du im Spiegel". Gezeigt werden rund 40 Schwarz-Weiß-Porträts von Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind oder sie überwunden haben. Zur Eröffnung spielt ein Künstler, der selbst betroffen ist. An einem Infostand informieren Fachleute des Sozialamts, der Diakonie und weiterer Träger über das Hilfesystem. Die Ausstellung ist bis Freitag, 25. September, rund um die Uhr zu sehen.

Fachtag und Begegnungsfest am 11. September

Am 11. September lädt der SOS Wohnungslosenhilfe e. V. von 9 bis 15 Uhr zur Fachtagung „Endstation Übergangswohnheim" ins Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft an der Freiberger Straße 30. Diskutiert werden Erfahrungen von Fachkräften und Betroffenen sowie Projekte aus Dresden, Berlin und Graz. Eine Anmeldung per E-Mail an sos.wohnungslosenhilfe.ev@gmail.com ist nötig, die Teilnahme kostet 35 Euro. Am selben Tag lädt die Heilsarmee von 14 bis 16 Uhr in ihren Tagestreff an der Reicker Straße 89 zu einem Begegnungsfest mit Musik, Speisen und Getränken ein.

So sieht die Hilfe in Dresden aus

Für die Unterbringung hält die Stadt in zwölf Heimen 420 Plätze und in 30 Wohnungen 61 weitere Plätze bereit. Außerhalb der Dienstzeiten des Sozialamts stehen 50 Notschlafplätze zur Verfügung. Dazu kommen Beratung und Unterstützung vor Ort. Wer wohnungslos ist oder es zu werden droht, kann sich an vier Kontakt- und Beratungsstellen wenden: die Stadtmission Dresden an der Mohnstraße 43, die Gesellschaft Striesen Pentacon an der Ludwig-Hartmann-Straße 40, die Radebeuler Sozialprojekte an der Schillingstraße 7 sowie den Verein für Soziale Rechtspflege an der Karlsruher Straße 36. Ergänzend gibt es Tagestreffs in Pieschen und Reick, die Bahnhofsmission und aufsuchende Sozialarbeit. Weitere Informationen sind unter www.dresden.de/obdach zu finden.

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