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Sturm über Dresden: 54 Unwetter-Einsätze, umgestürzte Bäume und zwei Katzen in Not

Dämmerungsaufnahme: Ein großer, laubreicher Baum liegt komplett quer über einem nassen, dunklen Asphaltweg direkt neben dem beleuchteten Glasgebäude des Kanuclubs Dresden. Am linken Bildrand steht ein Feuerwehrmann in Einsatzkleidung.
Unwetter über Dresden: Ein umgestürzter Baum blockiert auf Höhe des Kanuclubs den Elberadweg. Wegen Sturmböen und abgetrennter Äste musste die Dresdner Feuerwehr am Freitagabend zu Dutzenden wetterbedingten Einsätzen ausrücken. Foto: Feuerwehr Dresden
Von: Dresden News
Ein Sturm mit heftigen Böen hat die Dresdner Feuerwehr am Freitagabend auf Trab gehalten. Bäume stürzten auf Autos und Straßen, verletzt wurde niemand. Für zwei Katzen rückte die Drehleiter aus, mit unterschiedlichem Ausgang.

Dresden. Ein Unwetter mit starken Böen und Regen hat am Freitagabend für viele Einsätze bei der Dresdner Feuerwehr gesorgt. In mehreren Stadtteilen stürzten Bäume um, Äste brachen ab und blockierten Straßen oder gefährdeten Gebäude. Mehrere Autos wurden beschädigt, Menschen kamen nach bisherigem Stand nicht zu Schaden.

Am Abend stieg die Zahl der Notrufe binnen kurzer Zeit deutlich, die Integrierte Regionalleitstelle wurde mit zusätzlichem Personal verstärkt. Bis 21.36 Uhr koordinierte sie 54 wetterbedingte Hilfeleistungseinsätze, davon 24 im Stadtgebiet Dresden und je 15 in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Feuerwehr Dresden selbst rückte in 24 Stunden zu zwei Bränden und 47 Hilfeleistungen aus, 24 Einsätze hingen direkt mit dem Wetter zusammen.

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Bäume auf Stromleitung und parkende Autos

Einige Einsätze waren aufwendig. In Cossebaude war gegen 14 Uhr ein großer Ast in eine Stromleitung gefallen und drohte auf die Straße zu stürzen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich, ließ die Leitung freischalten und entfernte den Ast über die Drehleiter. An der Schwindstraße stürzte ein Baum komplett um und beschädigte zwei parkende Autos, in Cotta krachte ein abgebrochener Baum auf einen Pkw.

Der Rettungsdienst arbeitete unabhängig vom Wetter auf üblichem Freitagsniveau, mit 263 Einsätzen, 60 Notarzteinsätzen und zwei Flügen des Rettungshubschraubers Christoph 38.

Zwei Katzen, zwei Ausgänge

Zwei Tierrettungen beschäftigten die Einsatzkräfte am Abend zusätzlich. In Tolkewitz saß seit Tagen eine sichtlich geschwächte Katze auf einem Reihenhausdach. Als sich die Drehleiter näherte, wich das Tier über die Ziegel aus und rutschte schließlich in eine Dachrinne, von dort konnte ein Feuerwehrmann es greifen. Die herrenlose Katze übernahm zunächst die Anwohnerin, die den Notruf abgesetzt hatte.

Weniger glücklich endete der Einsatz an der Steinbacher Straße in Cotta. Dort hatte sich eine Katze in einem gekippten Fenster eingeklemmt und war verletzt. Die Feuerwehr befreite das Tier und brachte es in der Transportbox unter, kurz darauf verstarb es.

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