Nach fast zwei Jahrzehnten: Cyberport wird neuer Namensgeber der Dresdner Margon-Arena
Dresden. Die größte Sporthalle im Dresdner Osten heißt ab sofort Cyberport Arena. Der Dresdner Elektronikhändler Cyberport übernimmt das Namenssponsoring der Mehrzweckhalle an der Bodenbacher Straße in Seidnitz, die seit 2007 als Margon Arena bekannt war. Der neue Name gilt seit dem 1. Oktober 2026.
Für den Standort endet damit eine fast 20-jährige Partnerschaft. Die Margon Brunnen GmbH hatte der 1998 eröffneten Halle ihren Namen gegeben. Die Stadt dankte dem Mineralwasser-Hersteller für die lange Zusammenarbeit.
„Noch stärker zeigen, wo Cyberport herkommt"
Cyberport begründet den Schritt mit der Verbindung zum Heimatstandort. „Cyberport ist vor fast 30 Jahren in Dresden entstanden und hier bis heute zu Hause", sagte der Geschäftsführende Direktor Maik Friedrich. Viele wüssten nicht, dass es sich um ein Dresdner Unternehmen handle. „Genau das möchten wir verändern." Sein Co-Geschäftsführer Stefan Köhler nannte die Namenspartnerschaft „eine bewusste und langfristige Entscheidung".
Oberbürgermeister Dirk Hilbert sprach von einem wichtigen Signal. „Dass sich nun ein Dresdner Unternehmen mit diesem besonderen Ort identifiziert und gemeinsam mit der Stadt Verantwortung übernehmen möchte", sei bedeutsam für eine der wichtigsten Sportstätten der Stadt.
Zwei Bundesliga-Teams und ein neuer Caterer
Hauptnutzer bleiben die Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC und die 2.-Bundesliga-ProB-Basketballer der Dresden Titans. Beide begrüßten den Wechsel. DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann sprach von einem starken Zeichen, wenn sich Unternehmen aus der Stadt sichtbar zum Spitzensport bekennen. Titans-Geschäftsführer Nils Ruttmann nannte das Engagement einen Gewinn für Stadt und Sport.
Mit der neuen Saison wechselt auch der Caterer: Die Eislöwen Event GmbH übernimmt die Bewirtung in der Arena. „Die Arena lebt von unterschiedlichen Vereinen, Sportarten und Veranstaltungen", sagte Geschäftsführer Maik Walsdorf.
Seit 1998 ein Zuhause für den Dresdner Sport
Eröffnet wurde die Halle am 9. Juli 1998 als „Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße". Sie verfügt über eine Vier-Feld-Haupthalle mit rund 3.000 Zuschauerplätzen und drei Nebenhallen; bei Veranstaltungen fasst sie bis zu 4.500 Besucher. Nach der Joynext Arena ist sie die zweitgrößte Mehrzweckhalle Dresdens. Eigentümerin ist die Stadt, betrieben wird sie vom Eigenbetrieb Sportstätten.
Sanierung steht weiter aus
Unabhängig vom neuen Namen bleibt die Sanierung eine zentrale Aufgabe. Geplant sind unter anderem ein neuer Sportboden, besserer Brandschutz, neue Fassadenteile und eine modernisierte Beleuchtung. Für die Bestandssanierung rechnet der Eigenbetrieb mit rund 5 Millionen Euro, dazu kommt eine energetische Sanierung, die jährlich etwa 80.000 Euro Energiekosten und 450 Tonnen CO2 einsparen soll.
Begonnen haben die Arbeiten noch nicht. Für die energetische Sanierung sagte der Bund Ende April 2,25 Millionen Euro aus der „Sportmilliarde" zu. Bislang liegt allerdings nur die Bestätigung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn vor, der förmliche Zuwendungsbescheid steht aus. Der Spielbetrieb soll während der Bauarbeiten weitgehend weiterlaufen, die größeren Maßnahmen sind für die Zeit außerhalb der Saison vorgesehen.