Mit Waffe im Hosenbund: Serie brisanter Polizeieinsätze in Dresden
Dresden. Bolzenschneider, Sturmhaube und eine schussbereite Waffe im Hosenbund – am Dresdner Hauptbahnhof hatte ein vorbestrafter 28-Jähriger offenbar einiges vor. Das war nur einer von mehreren brisanten Einsätzen, mit denen die Bundespolizei Dresden in den vergangenen Tagen beschäftigt war.
Waffe griffbereit: Polizeibekannter Mann am Hauptbahnhof gestoppt
Freitagmittag, kurz nach 12 Uhr, Dresdner Hauptbahnhof: Bundespolizisten werden auf einen 28-jährigen Deutschen aufmerksam – einen Mann, der ihnen kein Unbekannter ist. Wegen diverser Raub- und Waffendelikte ist er bereits aktenkundig.
Die folgende Kontrolle fördert Beunruhigendes zutage: Im Rucksack des Mannes stecken ein Bolzenschneider und eine Sturmhaube. Noch brisanter: Im Hosenbund trägt der 28-Jährige eine Diabolo-Waffe – griffbereit. Ein gefülltes Magazin hat er ebenfalls dabei.
Was er an diesem Tag vorhatte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Bundespolizei leitete ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
Gesuchter Krimineller im Eurocity aus Prag erwischt
Keine acht Stunden später, gegen 20:30 Uhr: Bundespolizisten nehmen im Eurocity aus Prag einen 38-jährigen Rumänen fest. Gleich zwei Haftbefehle lagen gegen ihn vor – unter anderem wegen besonders schweren Diebstahls. Nach der Vorführung beim Haftrichter am Samstag trat der Mann eine 49-tägige Restfreiheitsstrafe in der JVA Dresden an.
Schläger mit Schlagstock in Coswig gestellt
Spätes Freitagabend, 22:50 Uhr, Bahnhof Coswig: Innerhalb einer Jugendgruppe eskaliert ein Streit. Ein 17-jähriger Afghane soll mit einem Schlagstock auf einen anderen Jugendlichen eingeprügelt haben. Als die Polizei eintrifft, flüchten die übrigen Beteiligten. Den mutmaßlichen Haupttäter stellen die Beamten noch vor Ort.
Die Ermittlungen zu den geflüchteten Personen laufen.
Litauer stellt sich selbst – und landet trotzdem in Haft
Eine ungewöhnliche Szene spielte sich Sonntagabend gegen 20:15 Uhr im Dresdner Hauptbahnhof ab: Ein 31-jähriger Litauer stellt sich freiwillig den Bundespolizisten. Gegen ihn besteht ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Erfurt – wegen Erschleichens von Leistungen, also Schwarzfahrens.
300 Euro Geldstrafe hätten gereicht, um die Sache zu erledigen. Das Geld hatte der Mann nicht. Die Konsequenz: 15 Tage Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Dresden.