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Millionen-Branche greift an: Warum ein Wafer-Riese jetzt Dresdner Athleten fördert

Zwei Männer sitzen an einem Tisch und unterzeichnen Verträge. Dahinter stehen Leichtathlet Karl Bebendorf mit Laufschuhen, Shorttrackerin Lisa Eckstein mit Schlittschuhen und ein weiterer Mann vor Bannern von Siltronic und Team Dresden 2028.
Starke Partner für Dresdens Spitze: Thomas Zarbock (Siltronic, l.) und Jan Riedel (Team Dresden) besiegeln die Förderung. Dahinter freuen sich die Athleten Karl Bebendorf (mit Laufschuhen) und Lisa Eckstein (mit Schlittschuhen) sowie Tobias Haufe (Vorstand Team Dresden 2028). Foto: meeco Communication Services
From: Dresden News
Von der Siliziumscheibe zu Olympia 2030: Der Freiberger Chip-Zulieferer Siltronic steigt als Goldpartner beim Projekt Team Dresden 2028 ein. Was dahintersteckt und welche zwei Dresdner Sportstars vom neuen Sponsoring-Deal profitieren.

Dresden. Ein Hindernisläufer mit EM-Bronze und eine Shorttrackerin bekommen einen neuen Geldgeber aus der Halbleiterbranche. Der Waferhersteller Siltronic fördert das Dresdner Sportprojekt Team Dresden 2028 für die kommenden zwei Jahre als Goldpartner, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Den Vertrag unterzeichneten Projektleiter Jan Riedel und der Leiter des Freiberger Siltronic-Werks, Thomas Zarbock.

Team Dresden 2028 ist eine gemeinnützige Initiative, die Dresdner Leistungssportler mit Unternehmen aus der Region zusammenbringt, damit sich Sport und Beruf verbinden lassen. Zur Förderung gehören medizinische Betreuung, Physiotherapie, Laufbahnberatung und mentales Coaching. Siltronic zieht im rund 40 Kilometer entfernten Freiberg Siliziumwafer für die Chipindustrie und zählt dort zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region.

Freiberger Wafer-Hersteller fördert zwei Dresdner Athleten

Konkret unterstützt Siltronic den Mittelstreckenläufer Karl Bebendorf und die Shorttrackerin Lisa Eckstein, beide aus Dresden. Bebendorf, der für den Dresdner SC 1898 startet, gewann im August bei den Europameisterschaften in Birmingham Bronze über 3000 Meter Hindernis. Eckstein, gebürtige Dresdnerin, belegte bei der Shorttrack-EM im Januar über 1500 Meter den elften Platz.

Für das Unternehmen ist die Partnerschaft auch Personalwerbung. Man verstehe das Engagement als Investition in die Region und wolle sich zugleich als Arbeitgeber sichtbarer machen, sagte Zarbock. Siltronic hat sein Freiberger Werk zuletzt erweitert und dafür neue Mitarbeiter gesucht.

Heim-EM 2027 in Dresden, dann Olympia 2030

Für Eckstein steht das nächste große Ziel zu Hause an. Vom 15. bis 17. Januar 2027 ist Dresden Gastgeber der Shorttrack-Europameisterschaft. Danach hoffe sie auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2030, heißt es in der Mitteilung. Bebendorf wolle weiter um Medaillen kämpfen. Über die Bronzemedaille von Birmingham hatte er sich trotz des Erfolgs geärgert, sein Ziel war der Titel gewesen.