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Kreuzung komplett dicht: Spezialkräfte bergen Straßenbahn in Dresden

Nachtaufnahme einer beschädigten gelben DVB-Straßenbahn in Dresden, die mit blauer Hydraulik-Hebetechnik angehoben wird. Ein Feuerwehrmann in Schutzkleidung kniet am Boden und kontrolliert das Fahrwerk an den Schienen auf der gesperrten Kreuzung.
Komplizierte Bergung bei Nacht: Nach dem Zusammenstoß mit einem Sattelzug in Dresden-Kaditz hebt die Feuerwehr eine entgleiste DVB-Straßenbahn mit Spezialtechnik an. Fünf Stunden dauerte der Einsatz, bis die Bahn wieder im Gleis stand. Foto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Erst nach Mitternacht war die Washingtonstraße wieder frei: Warum der Unfall zwischen einem Sattelzug und der Straßenbahn in Kaditz so aufwendig war.

Dresden. An der Kreuzung Lommatzscher Straße und Washingtonstraße in Kaditz sind am Dienstagabend ein Sattelzug und eine Straßenbahn der DVB zusammengestoßen. Die Bahn entgleiste mit den ersten beiden Achsen. Beide Fahrer blieben unverletzt, Fahrgäste waren in der Bahn nicht unterwegs.

Fünf Stunden bis zurück ins Gleis

Die Polizei sperrte den Kreuzungsbereich komplett, damit die Feuerwehr ohne Rücksicht auf den Verkehr arbeiten konnte. Zunächst trennten die Einsatzkräfte Lkw und Straßenbahn mit einer Seilwinde voneinander. Danach hoben sie die Bahn mit Spezialtechnik an und zogen sie in mehreren Schritten zurück ins Gleisbett, jeder Zug einzeln, Stück für Stück.

Erschwert wurde die Bergung dadurch, dass die beiden Wagenteile der Bahn mechanisch verbunden blieben. Auch hier arbeiteten die Kräfte mit der hydraulischen Winde des Gerätewagens Logistik im Zugverfahren. Nach dem Wiedereingleisen fuhr die Straßenbahn aus eigener Kraft von der Unfallstelle. Der Einsatz dauerte von 19.14 Uhr bis 0.13 Uhr, beteiligt waren die Spezialkräfte für schwere technische Hilfeleistung der Wachen Albertstadt und Striesen mit 22 Einsatzkräften.

Die Einsatzbilanz der vergangenen 24 Stunden

Der Rettungsdienst der Stadt rückte in den vergangenen 24 Stunden 253-mal aus, in 78 Fällen war ein Notarzt nötig. Dazu kamen 173 qualifizierte Krankentransporte, der Rettungshubschrauber flog sechs Einsätze im Leitstellenbereich.

Die Feuerwehr zählte 28 Einsätze, darunter zwei Brände und sechs Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen. Die übrigen 20 Einsätze waren Hilfeleistungen.