Dresden. Der Kochberuf galt in Dresden lange als schwer zu besetzen. Die Hoffnung, dass dieser Zustand in absehbarer Zukunft der Vergangenheit angehört, aber lebt: In diesem Jahr haben 186 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag als Koch oder Köchin unterschrieben. Insgesamt zählte die Tourismusbranche zum 31. Juli 2026 in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus 526 neue Verträge, wie aus Zahlen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hervorgeht. Das ist etwas weniger als im Vorjahr mit 558 Verträgen, aber mehr als in den Jahren 2022 bis 2024.
Mehr Bewerber aus dem Ausland
Die Zusammensetzung der Auszubildenden werde internationaler. Nach Einschätzung von Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen, sei der Anteil ausländischer Bewerber hoch. Sie seien im Schnitt älter als deutsche Schulabgänger und kämen unter anderem aus Vietnam, Nepal, Venezuela, Albanien und der Ukraine. Für viele Betriebe seien internationale Nachwuchskräfte inzwischen Teil der Fachkräftestrategie.
Bei der Nachwuchsgewinnung will der Verband nicht nachlassen. Gute Ausbildungsbedingungen und eine frühe Berufsorientierung blieben entscheidend, so Vorstandsmitglied Martin Raich.