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Kochberuf in Dresden wieder gefragt

Ein junger Koch in weißer Kochjacke und hoher Kochmütze steht lächelnd hinter einer Buffet-Theke mit Fleischgerichten und kunstvoll geschnitzten Gemüsedekorationen unter Wärmelampen.
Trendwende in der Küche: Nachwuchssorgen adé? In Dresden haben dieses Jahr 186 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag als Koch unterschrieben. Dank Kochshows und Internationalisierung zieht die Gastronomie wieder deutlich mehr Bewerber an. Symbolfoto: pixabay
Von: Dresden News
Ein lange schwer zu besetzender Beruf ist zurück. 186 junge Menschen beginnen in Dresden eine Kochausbildung, insgesamt zählt die Tourismusbranche 526 neue Verträge.

Dresden. Der Kochberuf galt in Dresden lange als schwer zu besetzen. Die Hoffnung, dass dieser Zustand in absehbarer Zukunft der Vergangenheit angehört, aber lebt: In diesem Jahr haben 186 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag als Koch oder Köchin unterschrieben. Insgesamt zählte die Tourismusbranche zum 31. Juli 2026 in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus 526 neue Verträge, wie aus Zahlen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hervorgeht. Das ist etwas weniger als im Vorjahr mit 558 Verträgen, aber mehr als in den Jahren 2022 bis 2024.

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Von der Küche bis zum Hotelfach

Dass der Kochberuf wieder ankommt, führt der Tourismusverband Dresden (TVDD) unter anderem auf Kochshows im Fernsehen und in sozialen Medien zurück. Dort werde der Beruf als kreativ und handwerklich beschrieben. Zudem gelte er als schwer durch künstliche Intelligenz ersetzbar. Nachgefragt sind auch andere Berufe. Auf die Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie entfielen 135 neue Verträge, auf die Hotelfachleute 102 und auf die Fachkraft Küche 29.

Viele Betriebe hätten in diesem Jahr mehr und bessere Bewerbungen erhalten als seit Jahren, heißt es vom Verband. Grundlage ist eine Umfrage unter den rund 100 Mitgliedsunternehmen. Das Hilton Dresden stellte nach Angaben von Generalmanager Martin Raich in den vergangenen zwei Wochen 14 neue Auszubildende ein.

Mehr Bewerber aus dem Ausland

Die Zusammensetzung der Auszubildenden werde internationaler. Nach Einschätzung von Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen, sei der Anteil ausländischer Bewerber hoch. Sie seien im Schnitt älter als deutsche Schulabgänger und kämen unter anderem aus Vietnam, Nepal, Venezuela, Albanien und der Ukraine. Für viele Betriebe seien internationale Nachwuchskräfte inzwischen Teil der Fachkräftestrategie.

Bei der Nachwuchsgewinnung will der Verband nicht nachlassen. Gute Ausbildungsbedingungen und eine frühe Berufsorientierung blieben entscheidend, so Vorstandsmitglied Martin Raich.

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