Logo Die Sachsen News

Kein Wasser & Funkenflug: Dramatischer Feuerwehr-Einsatz in Dresden

Zweiteiliges Bild: Links ein Screenshot einer Warn-App mit Karte von Cossebaude und Meldung zu Dachstuhlbrand sowie Rauchbelastung. Rechts ein Symbolbild eines Feuerwehrmannes unter Atemschutz vor einem brennenden Haus bei Nacht im Löscheinsatz.
Großeinsatz in Dresden-Cossebaude: Rund 70 Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand im Einfamilienhaus. Eine Warn-App (links) informiert über Rauch und Funkenflug, während Einsatzkräfte (rechts, Symbolbild) vor Ort im Löscheinsatz sind. Fotos: Feuerwehr Dresden, Symbolbild: pixabay/TheJohnus
Vom Keller bis zum Dach brennt ein Einfamilienhaus in Cossebaude. Warum die Rettungskräfte bei stürmischen Böen dramatisch um das Nachbarhaus kämpfen müssen.

Dresden. In Cossebaude brennt seit der Nacht zum Samstag ein Einfamilienhaus vom Keller bis zum Dach. Rund 70 Einsatzkräfte kämpfen seit 1.09 Uhr gegen die Flammen, die der starke Wind zusätzlich anfacht, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Bewohner brachten sich rechtzeitig in Sicherheit und blieben unverletzt, sie kommen zunächst bei Verwandten unter.

Wegen der starken Rauchentwicklung und des Funkenflugs hat die Feuerwehr eine Warnung herausgegeben. Anwohner im Umkreis von 500 Metern sollen Fenster und Türen geschlossen halten, verbreitet über Warn-Apps und soziale Medien. Mehrere Straßen sind für die Löscharbeiten voll gesperrt, darunter die Karl-Liebknecht-Straße, der Albertplatz und die Weinbergstraße.

Wind treibt Flammen zum Nachbarhaus

Der kräftige Wind trieb die Flammen in Richtung eines direkt angrenzenden Wohnhauses. Dessen Bewohner wurden vorsorglich evakuiert und kamen vorübergehend in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe unter. Ein Übergreifen des Feuers auf das Nachbargebäude konnten die Einsatzkräfte bislang nur unter großen Anstrengungen verhindern.

Schwierige Löschwasserversorgung

Besonders das Löschwasser bereitet Probleme. In der Anfangsphase stand zeitweise nicht genug zur Verfügung, sodass sich Trupps mehrfach zurückziehen mussten. Die Feuerwehr alarmierte Tanklöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr nach, die im Pendelverkehr abwechselnd Wasser zur Einsatzstelle fahren. Inzwischen läuft die Brandbekämpfung von außen über zwei Drehleitern und im Inneren mit vier handgeführten Strahlrohren. Weil die Belastung unter Atemschutz hoch ist, müssen die Trupps regelmäßig abgelöst werden. Im Einsatz sind rund 70 Kräfte der Wachen Übigau, Löbtau und Altstadt, dazu Führungsdienste und mehrere Stadtteilfeuerwehren, darunter die aus Cossebaude.

Polizei ermittelt zur Brandursache

Die Löscharbeiten werden sich nach Angaben der Feuerwehr noch mehrere Stunden hinziehen. „Die aufwendigen Löscharbeiten von rund 70 Einsatzkräften werden voraussichtlich noch bis zum Vormittag andauern", sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Die Polizei ist vor Ort und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.