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Kamin zum ersten Mal angeheizt: Nächtlicher Großeinsatz in Dresden-Mickten

Feuerwehrleute in reflektierender Schutzkleidung bei einem nächtlichen Einsatz: Im Vordergrund liegt ein metallener Schlauchtragekorb mit roten Schläuchen, im Hintergrund ist das beleuchtete Heck eines Feuerwehrfahrzeugs zu sehen.
Nächtlicher Großeinsatz in Dresden-Mickten: 62 Feuerwehrleute rückten an die Kötzschenbroder Straße aus, um einen Schwelbrand in einer Zwischendecke zu löschen. Ein Kamin hatte nach der Erstinbetriebnahme einen Holzbalken entzündet. Symbolfoto: Feuerwehr Dresden
Ein gemütlicher Abend nahm in der Nacht zum Sonntag ein gefährliches Ende. Kaum brannte das erste Kaminfeuer der Saison, drang dichter Qualm durch ein ehemaliges Fabrikgebäude. Warum 62 Feuerwehrleute anrücken mussten.

Dresden. Ein schwelender Holzbalken neben einem Schornstein hat in der Nacht zum Sonntag einen größeren Feuerwehreinsatz in Mickten ausgelöst. Um 00:20 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem gemeldeten Brand in einem ehemaligen Industriegebäude an der Kötzschenbroder Straße alarmiert, wie die Feuerwehr mitteilte. Der viergeschossige Bau wird heute unter anderem von mehreren Kunst-Ateliers genutzt.

Zunächst hatte es geheißen, ein Brand sei nicht feststellbar. Beim Eintreffen des ersten Führungsdienstes bestätigte sich das nicht. Ein Nutzer des Gebäudes empfing die Einsatzkräfte vor dem Haus und berichtete, er habe zuvor erstmals in diesem Jahr einen Kamin in Betrieb genommen. Im Treppenraum des ersten Obergeschosses stand da bereits deutlicher Rauch. Weil der Brandherd zunächst nicht zu finden war und sich der Rauch ausbreitete, rückten weitere Kräfte an. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz vor. Zwei Personen, die sich bereits im Freien befanden, untersuchte der Rettungsdienst. Hinweise auf eine Rauchgasvergiftung ergaben sich nicht, ins Krankenhaus musste niemand.

Brandherd in der Zwischendecke

Gegen 01:13 Uhr fanden die Einsatzkräfte den Brand in einer Zwischendecke zwischen erstem und zweitem Obergeschoss. Dort schwelte unmittelbar neben dem Schornstein ein etwa 20 mal 20 Zentimeter starker Holzbalken, der durch die Hitze bereits erheblich beschädigt war. Die Feuerwehr löschte den Schwelbrand mit einem Strahlrohr und kontrollierte anschließend alle Etagen und Räume.

Weil sich der Rauch bis ins zweite Obergeschoss gezogen hatte, musste das Gebäude umfangreich belüftet werden. Um alle Bereiche zu erreichen, öffneten die Einsatzkräfte mehrere verschlossene Türen gewaltsam. Messungen in allen Etagen ergaben nach der Belüftung keine erhöhten Schadstoffwerte. Auch der Schornsteinschacht wurde kontrolliert, weitere Brandstellen fanden sich nicht.

62 Kräfte aus vier Wachen

Während des Einsatzes kam es auf der Sternstraße zeitweise zu Behinderungen im Straßenbahnverkehr. Im Einsatz waren 62 Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Löbtau und Altstadt sowie der U-Dienst und der B-Dienst. Gegen 02:53 Uhr war der Einsatz beendet.