Dresden. Der Dresdner Stadtrat hat am Mittwoch keinen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Damit bleibt die seit Herbst 2025 geltende Haushaltssperre in Kraft - mit unmittelbaren Folgen für Kultur, Jugendarbeit und Investitionen in der Stadt. Im Nachgang liefern sich die Fraktionen einen Schlagabtausch über die Schuldfrage.
Hintergrund ist eine Ergebnisverschlechterung von 144 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung für 2026, ausgelöst vor allem durch steigende Kosten bei kommunalen Pflichtaufgaben in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. OB Dirk Hilbert hatte Ende März eine Vorlage zur Änderung der Haushaltssatzung eingebracht, flankiert von einem Konsolidierungsprogramm der Verwaltung mit einem Einsparvolumen von 38,3 Millionen Euro.