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Ein Anruf um halb eins rettet vor der Zelle: Haftbefehl im Eurocity nach Dresden

Ein blau-weißer Eurocity-Zug der Tschechischen Bahnen mit Elektrolok fährt auf Gleisen durch eine grüne Landschaft an Wohnhäusern vorbei. Symbolbild für die Strecke Prag–Dresden, auf der die Bundespolizei bei Kontrollen einen Gesuchten stellte.
Bei einer Grenzkontrolle im Eurocity von Prag nach Dresden ging der Bundespolizei ein gesuchter Mann ins Netz. Eine Gefängnisstrafe wendete er ab, weil ein Freund mitten in der Nacht 1.412 Euro Geldstrafe überwies. Symbolbild: pixabay/orglend
Bei einer Kontrolle im Nachtzug von Prag nach Dresden klickt es fast: Gegen einen Reisenden liegt ein Haftbefehl vor. Ein nächtlicher Anruf bei einem Freund wendet die Zelle ab.

Dresden. Bei einer Grenzkontrolle im Eurocity von Prag nach Dresden ist die Bundespolizei in der Nacht zum Sonntag auf einen gesuchten Mann gestoßen. Gegen den 44-jährigen Tschechen lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden vor, wegen eines Diebstahls aus dem Jahr 2022.

Der Mann hatte eine Geldstrafe von 1.412,50 Euro offen. Zahlte er nicht, drohten ihm 89 Tage Ersatzhaft. Um das abzuwenden, rief er gegen 0.30 Uhr einen Freund an. Der überwies ihm das Geld kurzfristig, und der Mann beglich die Strafe vollständig.

Danach konnte er die Dienststelle gegen 1.30 Uhr wieder verlassen. Die Kontrolle hatte gegen 23.50 Uhr begonnen.