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Droht Dresdens Schwimmvereinen das Aus?

Droht Dresdens Schwimmvereinen das Aus?
Derzeit müssen Vereine in Dresdens Schwimmhallen nicht den vollen Preis für die Bahnmiete entrichten. Doch diese Regelung läuft Ende 2026 aus. Symbolbild Schwimmhalle / pixabay 2476217
Von: Dresden News

Für viele Schwimmvereine in Dresden steht viel auf dem Spiel. Wenn eine wichtige Förderung ausläuft, könnten die Kosten für Trainingszeiten in den städtischen Schwimmhallen drastisch steigen. Vereine warnen bereits vor einer Kostenexplosion – mit möglichen Folgen für tausende Sportlerinnen und Sportler. Die CDU im Stadtrat fordert deshalb jetzt einen Rettungsplan für den Dresdner Schwimmsport.

Förderung läuft 2026 aus

Der Hintergrund: Aktuell zahlen Vereine für eine Bahn in den Dresdner Schwimmhallen nur etwa 6 Euro pro Stunde. Möglich ist das durch eine spezielle Förderung. Der reguläre Preis liegt allerdings bei rund 53 Euro. Sollte die Unterstützung nach 2026 wegfallen, müssten Vereine künftig diesen deutlich höheren Betrag zahlen. Das würde laut Berechnungen eine Kostensteigerung von bis zu 900 Prozent bedeuten.

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Tausende Sportler betroffen

Im Schwimmbezirk Dresden sind rund 6.500 Schwimmerinnen und Schwimmer organisiert – darunter viele Kinder und Jugendliche. Sie trainieren regelmäßig in den städtischen Schwimmhallen. Für viele Vereine wären deutlich höhere Hallengebühren kaum zu stemmen.

Die möglichen Folgen:

  • weniger Trainingszeiten
  • steigende Mitgliedsbeiträge
  • eingeschränkte Nachwuchsarbeit

Streit um Förderung schwelt seit 2024

Ganz neu ist die Debatte nicht. Bereits 2024 hatte das Thema für große Unruhe im Dresdner Schwimmsport gesorgt. Damals wurde bekannt, dass die bisherige Unterstützung für Vereine nicht dauerhaft gesichert ist. Mehrere Clubs warnten vor drastischen Mehrkosten und möglichen finanziellen Problemen. In der Folge starteten Sportvertreter sogar eine Petition, um die Förderung zu erhalten.

CDU fordert Rettungsplan

Angesichts der drohenden Kostensteigerungen fordert die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat nun eine langfristige Lösung. Nach Ansicht der Partei müsse frühzeitig geklärt werden, wie die Finanzierung der Trainingszeiten nach 2026 gesichert werden kann. Die sportpolitische Sprecherin der Fraktion, Anke Wagner, appelliert direkt an den Oberbürgermeister: Er solle machbare Lösungsvorschläge schnellstmöglich vorlegen. Ziel sei es, den Schwimmsport in der Landeshauptstadt dauerhaft zu stabilisieren.

Zukunft des Schwimmsports offen

Der Schwimmsport hat in Dresden eine lange Tradition und ist für viele Kinder und Jugendliche der Einstieg in den Vereinssport.  Doch ohne eine neue Förderung könnten die finanziellen Belastungen für Vereine deutlich steigen. Die zentrale Frage lautet deshalb: Findet die Stadt rechtzeitig eine Lösung – oder wird Schwimmtraining in Dresden bald deutlich teurer?

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