Dresden. Während der Umbauarbeiten klopften immer wieder Fremde ans Tor. Sie wollten Glas zugeschnitten haben. Der Glasservice Kunze war lange eine feste Adresse in der Dresdner Neustadt - viele haben noch nicht mitbekommen, dass er nicht mehr da ist. Was hinter dieser Tür jetzt entsteht, hat mit Glasschnitt nichts mehr zu tun.
Und doch bleibt etwas vom alten Ort auf der Fritz-Reuter-Straße 35: Die schwere Schleifmaschine aus Kunze-Zeiten wird zu einem Esstisch. Im großen Trauerraum hängt ein Buntglasfenster aus demselben Betrieb. An der Tür, an der die Fremden klopften, soll ein Trinkbrunnen entstehen.


