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Dresdner Immobilienmarkt 2025: Mehr Käufe, steigende Preise – und ein Neubauwohnungs-Boom

Symbolbild Immobilien / pixabay PetrPodlesak
Symbolbild Immobilien / pixabay PetrPodlesak

Der Gutachterausschuss Dresden legt erste Zahlen vor: 2025 wurden elf Prozent mehr Immobilien verkauft. Neubauwohnungen verteuerten sich um elf Prozent auf 6.460 Euro pro Quadratmeter. Alle Teilmärkte im Überblick.

Der Dresdner Immobilienmarkt zieht wieder an. Das zeigen vorläufige Eckdaten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Dresden für das Jahr 2025.

Mehr Käufe, aber weniger Geld im Umlauf

Insgesamt wurden 2025 rund 5.080 Immobilientransaktionen erfasst – elf Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 4.563). Der Gesamtumsatz lag bei rund 1,9 Milliarden Euro und damit etwa 100 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Der Grund: Zwar wurden mehr Objekte gehandelt, der Geldumsatz im Bereich bebauter Grundstücke ging jedoch spürbar zurück.


Grafik: Landeshauptstadt Dresden

Stärkster Teilmarkt: Sondereigentum

Mit 3.910 Erwerbsvorgängen – rund 77 Prozent aller Verkäufe – war der Markt für Sondereigentum (vor allem Eigentumswohnungen) 2025 der mit Abstand aktivste Teilmarkt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Transaktionen um 18 Prozent, der Geldumsatz sogar um 25 Prozent auf rund 820 Millionen Euro.

Bebaute Grundstücke: Mehr Objekte, weniger Umsatz

Auf bebaute Grundstücke entfiel mit rund einer Milliarde Euro der höchste Geldumsatz aller Teilmärkte – trotzdem bedeutet das einen Rückgang von zwölf Prozent gegenüber 2024 (1,14 Milliarden Euro). Die Anzahl gehandelter Objekte stieg hingegen leicht von 787 auf 803.

Unbebaute Grundstücke: Weniger Verkäufe, stark gesunkener Umsatz

Bei unbebauten Grundstücken war der Rückgang am deutlichsten: 361 Verkäufe (davon 207 Baugrundstücke) bedeuten ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Geldumsatz sank um 53 Prozent auf rund 99 Millionen Euro. Dieser Rückgang relativiert sich jedoch: Der Vorjahreswert war durch zwei außergewöhnliche Großtransaktionen ungewöhnlich hoch ausgefallen.

Bauland: Preise klettern deutlich

Wer 2025 ein Grundstück für ein freistehendes Einfamilienhaus kaufte, zahlte im Schnitt 360 Euro pro Quadratmeter – zwölf Prozent mehr als 2024 (320 Euro). Allerdings lagen die gehandelten Grundstücke im Schnitt in besseren und damit teureren Wohnlagen als im Vorjahr. Die Zahl auswertbarer Käufe stieg von 37 auf 51.

Geschossbaureife Grundstücke für Miet- oder Eigentumswohnungen verteuerten sich von durchschnittlich 585 auf 675 Euro pro Quadratmeter, bei gleichbleibender Transaktionszahl.

Einfamilienhäuser: Was Käufer 2025 gezahlt haben

Wer 2025 ein freistehendes Einfamilienhaus (ab Baujahr 1992) kaufte, zahlte im Schnitt rund 585.000 Euro – bei einem Quadratmeterpreis von 4.470 Euro (Vorjahr: 4.265 Euro, plus fünf Prozent).

Für eine Doppelhaushälfte derselben Bauperiode wurden durchschnittlich rund 515.000 Euro fällig, bei einem Quadratmeterpreis von 4.095 Euro. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr – allerdings waren die 2025 gehandelten Objekte im Schnitt fünf Jahre älter, was den Preisrückgang erklärt.

Reihenmittelhäuser ab Baujahr 1992 kosteten im Schnitt rund 426.000 Euro. Der Quadratmeterpreis stieg um zwölf Prozent auf 3.660 Euro (Vorjahr: 3.280 Euro).

Mehrfamilienhäuser und Geschossbauten

Sanierte Vorkriegs-Mehrfamilienhäuser wurden 2025 für durchschnittlich 2.055 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt – vier Prozent mehr als im Vorjahr (1.970 Euro).

Für Mehrfamilienhäuser, die nach 1990 errichtet wurden, lag der Schnitt bei 3.105 Euro pro Quadratmeter, rund sieben Prozent unter dem Niveau, das zuletzt ausgewiesen werden konnte. Ein direkter Vorjahresvergleich ist jedoch nur bedingt möglich, da 2024 wegen zu weniger Verkäufe kein Durchschnittspreis ermittelt werden konnte.

Wohn- und Geschäftshäuser in gutem baulichen Zustand – also sanierte Bestandsobjekte überwiegend aus der Vorkriegszeit sowie Nachwendebauten – kosteten im Schnitt 2.075 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, drei Prozent mehr als im Vorjahr (2.015 Euro).

Der große Gewinner: Neubaueigentumswohnungen

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei erstmals verkauften, neu errichteten Eigentumswohnungen. Ihre Zahl stieg um rund 75 Prozent – von 214 auf 373 Wohnungen. Nachdem 2024 noch Preisabschläge zu verzeichnen waren, zogen die Preise 2025 kräftig an: Im Schnitt wurden 6.460 Euro pro Quadratmeter gezahlt, elf Prozent mehr als im Vorjahr (5.795 Euro).

Gebrauchte Eigentumswohnungen (Weiterverkauf) kosteten im Schnitt 2.705 Euro pro Quadratmeter – vier Prozent mehr als 2024 (2.610 Euro).

Für erstverkaufte, sanierte Eigentumswohnungen können keine belastbaren Preisangaben gemacht werden: Diese Kategorie wird von einem einzelnen Standort mit möblierten Apartments dominiert, die verbleibende Zahl an Verkäufen ist für aussagekräftige Vergleiche zu gering.

Was kommt als Nächstes?

Der vollständige Grundstücksmarktbericht erscheint Mitte April 2026 und kann dann kostenlos unter www.dresden.de/gutachterausschuss heruntergeladen werden.

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