Dresden: Skateanlage Lingnerallee nach Umbau wieder geöffnet
Dresden. Die Zäune sind weg, und kaum jemand ist mehr zu halten. Seit Donnerstagnachmittag ist die umgebaute Skateanlage an der Lingnerallee wieder nutzbar, pünktlich zogen die ersten Fahrer ihre Runden über den frischen Beton. Die Stadt hat die Anlage sicherer und inklusiver gestaltet, wie die Verwaltung mitteilte.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen sprach bei der Eröffnung von einem nicht kommerziellen Angebot mitten in der Stadt. Die Anlage werde über die Stadtgrenzen hinaus und generationsübergreifend nachgefragt sein und helfe, die Innenstadt zu beleben. Dresden sei nicht allein Barockstadt, sagte Jähnigen, sondern eine lebendige Stadt des Sports und der Familien.
Mehr Platz für Skateboard, BMX und Rollstuhl
Die neue Landschaft aus vor Ort gegossenem Beton ist auf Rollsport auf zwei, vier oder acht Rollen ausgelegt, vom Skateboard über Scooter und BMX bis zum Sportrollstuhl. Die Abstände zwischen den Rampen wurden vergrößert, die Randbereiche sicherer gestaltet, das soll Konflikte bei der gemeinsamen Nutzung verringern. Für Anfänger auf Inlineskates gibt es eine zusätzliche Asphaltfläche an der Minipipe. Auch überregionale Wettkämpfe sind wieder möglich.
Geplant hat die Anlage das Büro DSGN Concepts aus Münster. Für Planer Ingo Naschold, früher selbst gesponserter Profi, ist das Projekt ein besonderes: Schon die erste Anlage von 2005 hatte er mitgeplant. Den Beton ließ sein Büro einfärben, das blende weniger und schaffe Kontraste zwischen den Ebenen. Davon profitierten auch Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, die die Rampen so besser erkennen. Eingeweiht wurde die Anlage mit einer Show zweier deutscher Skateboardmeister, Florence Ulrich Adcocks und Jost Arens.
Was der Umbau gekostet hat
Die Baukosten liegen bei 700.000 Euro. Davon sind 210.000 Euro Eigenmittel aus dem Haushalt des Amtes für Stadtplanung und Mobilität, der Rest stammt aus dem EU-Förderprogramm EFRE und vom Freistaat Sachsen. Für Planung, Beteiligung und Bauüberwachung kommen 100.000 Euro aus dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft hinzu. Den Abriss und die Landschaftsbauarbeiten übernahm die Dresdner Firma Josef Saule GmbH, die Spezialbetonarbeiten die Goodcrete GmbH aus Regensburg.
Vor dem Umbau waren die Nutzer beteiligt: Rund 70 Interessierte diskutierten im Juni 2024 einen ersten Entwurf, im März 2025 folgte ein Workshop zu den Details. Die 2005 eröffnete Anlage war nach fast 20 Jahren stark beschädigt, Risse und Setzungen machten die Sanierung nötig. Am Torhaus wird die Treberhilfe wieder Anlaufpunkt für Jugendliche sein, später soll zudem der Kaitzbach offengelegt werden.
Weitere Informationen unter dresden.de/skateanlage-lingnerallee.