Dresden: Elf Jugendliche aus Sachsen erhalten START-Stipendium
Dresden. Elf Schülerinnen und Schüler aus Sachsen starten in das dreijährige START-Stipendium für Jugendliche mit Migrationsgeschichte. Bei einer Aufnahmefeier am Mittwoch in Dresden begrüßten Kultusminister Conrad Clemens und Bildungsbürgermeister Jan Donhauser die neuen Stipendiaten. Das Programm kombiniert Seminare und persönliche Betreuung mit einer finanziellen Unterstützung von insgesamt 3.500 Euro pro Person.
Persönlichkeit zählt mehr als Zensuren
Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die sich gesellschaftlich einbringen wollen. Schulnoten oder die besuchte Schulform spielen bei der Auswahl keine Rolle. Entscheidend sind Motivation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser hob bei der Feier die Bedeutung dieses Einsatzes hervor: „Junge Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und ihre Ideen mit Mut verfolgen, sind eine große Bereicherung für unsere Stadt und unsere Gesellschaft. START schafft dafür nicht nur Chancen, sondern auch Räume, in denen Talente wachsen und aus Ideen konkretes Engagement werden kann.“
Workshops, Netzwerk und Geldleistungen
In den kommenden drei Jahren nehmen die Jugendlichen an Kursen zu Berufsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlichen Zukunftsthemen teil. Neben der individuellen Beratung steht der Austausch mit früheren und aktuellen Stipendiaten im Mittelpunkt. Die START-Community organisiert diesen Kontakt auch über Bundesländergrenzen hinweg.
Zusätzlich zahlt die Stiftung jedem Jugendlichen über die Laufzeit verteilt insgesamt 3.500 Euro aus, um eigene Vorhaben und Bildungsschritte zu finanzieren.
Land und Städte finanzieren das Programm gemeinsam
Die gemeinnützige START-Stiftung bietet neben dem Stipendium weitere Formate wie „START Coding“ oder „START Career“ auf einer digitalen Plattform an. In Sachsen tragen das Sächsische Staatsministerium für Kultus sowie die Städte Dresden und Leipzig das Programm finanziell mit. Die Landeshauptstadt Dresden begleitet die Initiative seit mehreren Jahren.