Dresden. 48 neue Fahrradständer für einen Bahnhof, an dem täglich Tausende in die S-Bahn steigen: Dem ADFC Dresden ist das viel zu wenig. Der Fahrrad-Club nennt die Pläne der Stadt für den Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz „unzureichend, überteuert und am realen Bedarf vorbei" und fordert rund 240 Plätze, fast fünfmal so viele wie geplant.
Fahrradparken in Niedersedlitz: nur Note 5 in der ADFC-Studie
Grundlage der Kritik ist die Bike&Ride-Studie des ADFC Sachsen. Mit derzeit 67 Radplätzen erreicht der Haltepunkt nur die Note 5. Mit den 48 geplanten Plätzen käme er nach ADFC-Rechnung lediglich auf Note 4. Der Verband hält 240 Stellplätze für machbar. Das entspreche etwa 10 Prozent der Fahrgäste, die dort an einem normalen Werktag in die S-Bahn steigen.
In Niedersedlitz stiegen täglich tausende Menschen in die S-Bahn, sagt Vorstandsmitglied Falk Schütze und ergänzt: "Mit den geplanten 48 neuen Fahrradständern plant die Stadt weit am tatsächlichen Bedarf der Bürgerinnen und Bürger vorbei." Das Platzargument lässt der ADFC nicht gelten: Doppelstockparker könnten die Kapazität ohne zusätzliche Fläche verdoppeln.