Die Stadt Dresden will vier Planungsbüros aus Berlin, Dresden, Frankfurt am Main und München mit dem Entwurf für eine neue Carolabrücke beauftragen. Ein Teil der alten Brücke war im September 2024 eingestürzt. Daraufhin musste das gesamte Bauwerk abgerissen werden. Endgültig kann der Auftrag aber erst nach einer gesetzlichen Wartefrist bis Mitte Dezember erteilt werden, gab die Stadtverwaltung bekannt. Ab dann könnten die Planungsbüros bis Mitte Mai 2026 an ihren Entwürfen arbeiten.
Beteiligung von Öffentlichkeit und internationalen Experten geplant
Mit der Zuschlagserteilung wird das Vergabeverfahren abgeschlossen. Die Entwürfe sollen dann einem Begleitgremium vorgestellt werden, das aus dem Stadtrat, Kammern und Verbänden besteht. Auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit und international anerkannter Experten sind vorgesehen. Welcher Entwurf schließlich weiter geplant und umgesetzt wird, entscheidet der Stadtrat im Herbst 2026. Die neue Brücke soll 2031 fertig sein.
Für diese Planungsbüros hat sich die sächsische Landeshauptstadt entschieden:
- die Arbeitsgemeinschaft FHECOR Deutschland GmbH mit der Planungsgesellschaft mbH TSSB Berlin (mit Niederlassung in Dresden),
- das Ingenieurbüro GRASSL GmbH München,
- Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG aus Dresden (Stammsitz Stuttgart) und
- Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH Frankfurt am Main (mit Niederlassung in Dresden).
Die Carolabrücke besaß drei Brückenzüge. In der Nacht zum 11. September 2024 war der Brückenzug für die Straßenbahn und die Fußgänger überraschend zusammengestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings wurden auch die anderen Teile der Brücke so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden muss. Als Ursache für den Einsturz gilt Korrosion, die zum Versagen von Spanngliedern führte.
Bereits Mitte Oktober hatten Studenten ihre vielbeachteten Entwürfe für einen Neubau der Carolabrücke vorgestellt.
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