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Drei Gewalttaten an einem Wochenende: Großeinsatz für Dresdens Polizei

Symbolbild: Streife der Polizei in dunkelblauen Uniformen mit der Aufschrift „POLIZEI SN“ geht von hinten zu sehen durch eine belebte Fußgängerzone in Dresden. Im Hintergrund befinden sich Passanten und historische Sandsteingebäude bei Tageslicht.
Arbeitsreiches Wochenende in Dresden: Die Bundespolizei musste an den Bahnhöfen mehrfach bei Gewaltdelikten einschreiten. Unter anderem wurden ein Lokführer attackiert, ein Sicherheitsmann gewürgt und Beamte angegriffen. Symbolbild: pixabay/useche360
Angriffe auf Lokführer, Einsatzkräfte und Security-Mitarbeiter: Warum die Bundespolizei rund um die Dresdner Bahnhöfe kaum zur Ruhe kam.

Dresden. Für die Bundespolizei war es ein arbeitsreiches Wochenende: Gleich drei Mal mussten die Beamten rund um die Dresdner Bahnhöfe bei Gewaltdelikten einschreiten. Betroffen waren ein Lokführer, zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und schließlich die Einsatzkräfte selbst.

Lokführer bei Graffiti-Kontrolle geschlagen

Den Auftakt machte in den frühen Morgenstunden des 24. Oktober eine Sachbeschädigung am Haltepunkt Dresden-Friedrichstadt. Ein 46-jähriger Triebfahrzeugführer hatte zwei Personen beim Anbringen von Graffiti beobachtet. Als er einschreiten wollte, schlug ihn einer der beiden. Eine Streife traf kurz darauf auf zwei Männer im Alter von 22 und 25 Jahren, die beim Anblick der Beamten zu flüchten versuchten. Bei der Kontrolle fanden die Polizisten 21 Sprühdosen, typische Sprayer-Utensilien sowie Farbanhaftungen an den Händen der beiden.

Eskalation am Bahnhof Neustadt

Am Nachmittag desselben Tages beobachtete eine Streife gegen 14.40 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt, wie ein 46-Jähriger einer 45-jährigen Frau mit der Faust ins Gesicht schlug. Als die Beamten einschritten, versuchte sich die Frau selbst zu verletzen; beim Versuch, das zu verhindern, schlug und trat sie mehrfach nach einem Beamten. Ihr Begleiter leistete bei der Kontrolle erheblichen Widerstand. Der Vorgang wurde an die Landespolizei übergeben.

Ladendieb würgt Sicherheitsmann

Am Abend des 25. Oktober eskalierte schließlich ein Ladendiebstahl in einem Supermarkt im Bahnhof Dresden-Neustadt. Ein 21-jähriger Algerier war gegen 18.30 Uhr von zwei Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes angesprochen worden, weil er Lebensmittel in zwei Papiertüten an der Kasse vorbeitragen wollte. Als er festgehalten wurde, griff er die beiden sofort an: Er würgte einen Mitarbeiter am Hals, schlug ihm mit der Faust ins Gesicht und attackierte auch den zweiten. Eine hinzugerufene Streife überwältigte den Mann. Der Sicherheitsdienst sprach ein zweijähriges Hausverbot aus, gegen den 21-Jährigen laufen nun Ermittlungen unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzung.