Drei Fälle an zwei Abenden: Turbulente Stunden im Dresdner Hauptbahnhof
Dresden. Die Bundespolizei hat am Montag- und Dienstagabend drei Einsätze im Hauptbahnhof gehabt. In allen Fällen wird nun ermittelt, zweimal wegen Angriffen auf die Beamten selbst.
Den Anfang machte am Montag gegen 20:45 Uhr ein 47-jähriger Tscheche, der verbotenerweise die Gleise überquerte. Als eine Streife ihn kontrollieren wollte, lief er unvermittelt auf die Beamten zu und versuchte, sie umzurennen. Bei den weiteren Maßnahmen fanden die Polizisten einen etwa 14 Zentimeter langen, spitzen Metallgegenstand. Den hatte der Mann während des Angriffs vergeblich aus seiner Tasche ziehen wollen. Gegen ihn wird wegen tätlichen Angriffs ermittelt, die Bahn erteilte ihm Hausverbot.
Randale mit Glasflaschen
Am Dienstag gegen 18:40 Uhr sollte ein 45-jähriger Deutscher wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung kontrolliert werden. Er weigerte sich, seine Papiere herauszugeben, schlug nach den Einsatzkräften und warf einen Beutel mit Glasflaschen auf den Boden. Auch danach wehrte er sich massiv. Der Grund für sein Verhalten wurde schnell klar: Gegen ihn lag eine Ausschreibung vor, seinen Personalausweis sicherzustellen.
Faustschlag am Eingang
Nur gut eine halbe Stunde später, gegen 19:20 Uhr, wurde am Eingang des Hauptbahnhofs eine Körperverletzung gemeldet. Ein 46-jähriger Deutscher hatte einem 38-jährigen Rumänen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Geschädigte erlitt eine Platzwunde an der Stirn, ein Rettungswagen kam. Beide Männer waren erheblich alkoholisiert. Gegen den 46-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt.