„Die Pause ist vorbei!“: Warum Jennifer Rostock wieder nach Dresden kommt
Dresden. Jennifer Rostock sind zurück, und sie kommen nach Dresden. Am Freitag, 30. April 2027, spielt die Band im Alten Schlachthof, es ist ein Termin ihrer „Alles muss man selber hassen”-Tour. Für Fans endet damit eine lange Durststrecke: Seit 2018 hatte die Gruppe pausiert.
Für Dresden ist es ein Wiedersehen am vertrauten Ort. Hier verabschiedete sich die Band auch, mit zwei ausverkauften Konzerten im Alten Schlachthof am 3. und 4. Mai 2018, kurz bevor sie in die Pause ging. Damals hing am Ende ein Banner über der Bühne mit dem Versprechen „Jennifer Rostock bleibt”. Knapp neun Jahre später lösen sie es an derselben Stelle ein.
Offiziell war es nie ein Abschied. Die Band sprach stets von einer Pause, nicht von einem Ende. Im Zentrum stehen wie eh und je Sängerin Jennifer Weist und Musiker Joe Walter, die sich seit Kindertagen kennen und seit ihrem zwölften Lebensjahr zusammen Musik machen.
Zwischen Pop und Protest
Bekannt wurde die Band für einen Stil, der sich nicht festlegen ließ, irgendwo zwischen Rock, Pop, Punk, Elektro und Rap, und für ihre klare politische Haltung. In elf Jahren veröffentlichten Jennifer Rostock neun Tonträger, die jüngsten sechs landeten alle in den Top 10 der deutschen Charts. Live standen sie für Moshpits, Glitzer und deutliche Ansagen von der Bühne, in Dresden 2018 etwa für ein lautstarkes „Nazis raus” aus dem Publikum.
Ihr Comeback begründet die Band auch mit der Gegenwart. Der gesellschaftliche Ton sei rauer geworden, Rechtsruck und Anfeindungen gegen queere Menschen nennt sie als Beispiele. Gerade jetzt brauche es wieder laute, klare Stimmen, heißt es in der Tourankündigung. „Die Pause ist vorbei.”
Vorverkauf startet am 15. Oktober
Karten gibt es zunächst im exklusiven Vorverkauf bei Eventim ab Donnerstag, 15. Oktober, 12 Uhr. Der allgemeine Verkauf beginnt am Sonntag, 19. Oktober, ebenfalls um 12 Uhr. Veranstalter ist die Bernd Aust Kulturmanagement GmbH.