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Dichter Rauch über Dresden-Leuben: Warum Züge bremsen und Bagger anrücken mussten

Mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr Dresden in Schutzkleidung und mit Atemschutzgeräten vor einem roten Einsatzfahrzeug. Ein Feuerwehrmann im Vordergrund hält einen gerollten Löschschlauch, während sich andere Einsatzkräfte zu weiterem Material beugen.
Einsatz für die Feuerwehr Dresden: Bei einem Brand auf einem Entsorgungsgelände in Leuben waren rund 50 Kräfte im Einsatz. Dichter Rauch und aufwendige Löscharbeiten forderten Atemschutztrupps heraus. Symbolbild: Feuerwehr Dresden
Ein 10 mal 20 Meter großer Müllberg stand auf einem Entsorgungsbetrieb in Flammen. Um an die tiefen Glutnester zu kommen, schlug die Einsatzleitung Alarm. Wie 50 Einsatzkräfte das Feuer bändigten und warum die Straße des 17. Juni voll gesperrt werden musste.

Dresden. Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes an der Straße des 17. Juni in Leuben hat am Samstagabend ein großer Müllhaufen gebrannt. Das Feuer auf der Freifläche war etwa 10 mal 20 Meter groß, den dichten Rauch sahen die Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt. Rund 50 Kräfte waren im Einsatz, gegen 23.24 Uhr war er beendet.

Feuerwehr baut Löschwasser über lange Wege auf

Die Feuerwehr begann sofort mit dem Löschen, mehrere Trupps gingen unter Atemschutz vor. Weil sich die Wasserversorgung vor Ort schwierig gestaltete, mussten die Kräfte sie über eine längere Strecke aufbauen. Dafür sperrte die Polizei die Straße des 17. Juni komplett.

Um an die Glutnester im dicht gelagerten Müll heranzukommen, zog ein Greifbagger den Haufen auseinander. Mehrere Strahlrohre liefen gleichzeitig, dem Wasser setzten die Kräfte teils ein Netzmittel zu, damit es tiefer ins Material eindringt. Vorsorglich forderte die Einsatzleitung zusätzlichen Atemschutz nach.

Langsamfahrstelle für die Bahn, Löschwasser aufgefangen

Wegen des anfangs starken Rauchs ordnete die Einsatzleitung für die nahe Bahnstrecke eine Langsamfahrstelle an. Zugleich achteten die Kräfte darauf, dass mit Brandrückständen belastetes Löschwasser nicht unkontrolliert abfloss. Bei diesen Arbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Der Rettungsdienst versorgte ihn vor Ort, danach setzte er seinen Dienst fort.

Auf der Rückfahrt zur Wache trat aus einem Löschfahrzeug Schaummittel aus und verunreinigte die Straße auf etwa sechs Kilometern Länge. Die Einsatzkräfte banden das Mittel und stumpften die Fahrbahn ab.

Beteiligt waren Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen und Altstadt, der B- und der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehren Lockwitz und Niedersedlitz. Was den Müllhaufen in Brand setzte, geht aus den Angaben der Feuerwehr nicht hervor.