Demonstration im Regen: Wo Dresdens Schulwege für Kinder gefährlich sind
Dresden. Bei strömendem Regen sind am Sonntag über 200 Kinder, Eltern und Unterstützer durch Dresden geradelt. Zum Weltkindertag demonstrierten sie bei der Kidical Mass für sichere Schul- und Alltagswege. Der von der Polizei begleitete Korso legte unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad" rund acht Kilometer zurück, Start und Ziel war der Kulturpalast.
Der ADFC Dresden, der zu der Aktion aufgerufen hatte, sieht in der Stadt noch Lücken. „Kinder sollten sich selbstständig und sicher mit dem Fahrrad zur Schule, zum Sport oder zu Freundinnen und Freunden bewegen können. Genau das ist in Dresden vielerorts noch nicht selbstverständlich", sagt Vorstandsmitglied Juliane Mostertz.
Wo es auf Dresdens Schulwegen hakt
Der Verein benennt konkrete Schwachstellen: fehlende Verbindungen im Radwegenetz, unübersichtliche Kreuzungen und Straßen, auf denen sich Familien unsicher fühlen. Als Maßstab für eine kindgerechte Infrastruktur nennt der ADFC eine einfache Frage: Würde man sein eigenes Kind hier allein fahren lassen?
Die Dresdner Kidical Mass gehört zu den internationalen Aktionswochen „Straßen sind für alle da", bei denen in hunderten Städten weltweit für kinderfreundliche Straßen geradelt wird.