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Bahnhofs-Terror in Dresden: 33-Jähriger nach Angriffs-Serie gefasst

Bahnhofs-Terror in Dresden: 33-Jähriger nach Angriffs-Serie gefasst
Symbolbild Handschellen / pixabay dennisweiland
Ein Dienstagnachmittag, drei Bahnhöfe, mindestens vier Opfer – und ein Mann mittendrin, dem die Bundespolizei schließlich mit einer Cliptüte Crystal Meth das Handwerk legte. Was sich vom Regionalexpress Leipzig–Dresden bis zum Hauptbahnhof abspielte, rekonstruierten die Beamten erst durch Kameras und Zeugen.

Dresden. Es begann im Regionalexpress und endete mit Handschellen am Hauptbahnhof. Am Dienstagabend fasste die Bundespolizei Dresden einen 33-jährigen Deutschen, dem ein mehrstündiger Angriffs-Parcours quer durch die Dresdner Bahnhofslandschaft vorgeworfen wird.

Den ersten Hinweis lieferte ein Zeuge: Kurz vor 20 Uhr sprach er eine Bundespolizeistreife am Hauptbahnhof an – seine Frau war gerade vor einer Drogeriefiliale angefallen worden. Ein Unbekannter hatte so ruckartig an ihrem Rucksack gerissen, dass sie nur durch einen reflexartigen Ausfallschritt nicht zu Boden ging. Parallel meldete eine Zugbegleiterin eine aggressive Person, die Fahrgäste belästigte. Die Beamten griffen zu – und fanden bei dem 33-Jährigen eine Cliptüte mit Crystal Meth.

Doch als die Polizisten anschließend Videomaterial auswerteten und Zeugenaussagen zusammenführten, wurde das Ausmaß deutlich größer: Bereits gegen 17:45 Uhr hatte der Mann am Bahnsteig 1 in Dresden-Neustadt einer 29-Jährigen unvermittelt in die Haare gegriffen – erst ein unbekannter Passant beendete den Angriff. Noch früher, auf der Fahrt im RE 50 von Leipzig nach Dresden, soll er mehrere Frauen getreten und an den Haaren gezogen haben.

Der polizeibekannte Mann muss sich nun wegen mehrfacher Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Unabhängig davon eskalierte gegen 17:40 Uhr an der Bayrischen Straße ein Streit: Ein 45-jähriger Pole soll mit einer Glasflasche auf einen 46-jährigen Tschechen eingeschlagen haben. Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn trennten die Männer, bevor die Polizei eintraf. Das Opfer trug Gesichtsverletzungen davon und wurde vor Ort behandelt.

Zeugenaufruf: Wer am 12. Mai zwischen 17:10 und 17:30 Uhr im RE 50 oder am Bahnhof Dresden-Neustadt Zeuge wurde, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Dresden zu melden: 0351 / 81502-0. Ausdrücklich gesucht wird auch der unbekannte Helfer von Bahnsteig 1.