900.000 Euro für Denkmal: Wichtige Dresdner Anlaufstelle zieht um
Dresden. Die Jugendhilfe im Strafverfahren (JuhiS) kehrt an die Königsbrücker Straße 8 zurück. Ab Freitag, 6. November, ist das sanierte Gebäude wieder für Ratsuchende geöffnet. Umgezogen wird in den Tagen davor, vom 2. bis 5. November. Rund ein Jahr lang war die Einrichtung ins World Trade Center ausgelagert.
Auslöser des Umbaus war vor allem ein fehlender zweiter Rettungsweg. Den gibt es nun in Form einer Stahltreppe an der Gebäuderückseite. Dazu kamen eine neue Brandmeldeanlage und Türen, die im Brandfall das Treppenhaus rauchfrei halten sollen. Neu sind außerdem Linoleumböden und eine komplette Datenverkabelung für schnelleres digitales Arbeiten.
Denkmalschutz als Herausforderung
Das 1865 errichtete Haus steht unter Denkmalschutz, was die Arbeiten aufwendig machte. Die historischen Türen im Treppenhaus ließen sich nicht brandsicher ertüchtigen, also wurden sie dem Original nachempfunden und neu gebaut. Schwierig war auch, Leitungen brandsicher durch die alten Holzbalkendecken zu führen. In einem Sanitärraum war eine Decke so stark geschädigt, dass sie durch eine Stahlbetondecke ersetzt werden musste.
Einiges blieb aber erhalten: In zwei Räumen konnte das Tafelparkett aus der Erbauungszeit aufgearbeitet werden. Alle Maßnahmen stimmte die Stadt mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Landesdenkmalpflege ab. Die Bauarbeiten hatten im September 2025 begonnen, aktuell laufen die letzten Fußboden-, Elektro- und Malerarbeiten. Die Gesamtkosten liegen bei rund 900.000 Euro, finanziert aus Eigenmitteln der Stadt.
Was die JuhiS macht
Die Jugendhilfe im Strafverfahren gehört zur Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienförderung des Jugendamts. Sie begleitet junge Menschen und ihre Familien, während gegen sie ein Ermittlungs- oder Strafverfahren läuft. Mehr dazu unter www.juhis.dresden.de.