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8,5 Kilometer Mängel-Check: Dresdens OB im Härtetest auf dem Rad

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert radelt auf einem Fahrrad zusammen mit einer Gruppe von ADFC-Mitgliedern durch das Stadtgebiet. Die Radfahrer fahren auf einem gepflasterten Radweg im Stadtverkehr.
Unterwegs für mehr Sicherheit: Oberbürgermeister Dirk Hilbert (2.v.r.) erkundete beim Stadtradeln-Auftakt gemeinsam mit dem ADFC Problemstellen des Dresdner Radverkehrs. Auf der 8,5 Kilometer langen Tour verständigte man sich über dringenden Handlungsbedarf. Foto: Juliane Mostertz/FOTOGRAFISCH
Von: Cornelius de Haas
Gefährliche Überholabstände und verpatzte Schulwege: Beim Auftakt zum Stadtradeln zeigte der ADFC dem Rathauschef die Schwachstellen im Dresdner Asphaltdschungel. Das ist die Bilanz der Tour.

Dresden. Zum Auftakt des Stadtradelns hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Montag gemeinsam mit dem Fahrradclub ADFC eine Radtour durch Dresden unternommen. Auf einem rund 8,5 Kilometer langen Rundkurs von der Goldenen Pforte des Rathauses durch die Südvorstadt über die Nossener Brücke zum Altmarkt ging es an sechs Zwischenstopps um Problemstellen im Radverkehr.

Diskutiert wurden unter anderem zu schmale Straßen, geringe Überholabstände und fehlende Radwege auf Schulwegen. Die Teilnehmer regten außerdem an, dass Stadt und Polizei häufiger kontrollieren sollten, auch abseits von Aktionswochen und zum Schulstart. Hilbert zeigte sich offen für konkrete Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und warb dafür, Vorhaben städtischer Unternehmen ressortübergreifend zu bündeln.

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OB macht wenig Hoffnung auf schnelle Verbesserungen

Eine rasche Trendwende stellte der Oberbürgermeister allerdings nicht in Aussicht. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen sei diese nicht zu erwarten, sagte er. Die Stadt bemühe sich in überregionalen Gremien gemeinsam mit anderen Kommunen darum, die Voraussetzungen zu verbessern. Auch bei den oft langwierigen Planungsprozessen sieht Hilbert Verbesserungspotenzial, weil diese erhebliche Kapazitäten binden.

Gruppe von Radfahrern, darunter Oberbürgermeister Dirk Hilbert, steht ohne Helm im Gespräch auf dem Dresdner Altmarkt neben ihren Fahrrädern. Im Hintergrund erstreckt sich die Fassade des Kulturpalastes.
Abschluss und Auswertung am Altmarkt: OB Dirk Hilbert (l.) tauscht sich nach der Stadtradeln-Radtour mit ADFC-Mitgliedern aus. Trotz Lob für den Austausch dämpfte der Oberbürgermeister die Erwartungen an schnelle Verkehrslösungen. Foto: Juliane Mostertz/FOTOGRAFISCH

Der ADFC wertete die Tour dennoch als Erfolg. „Die heutige Tour hat gezeigt, dass der Radverkehr mit seiner wachsenden Bedeutung im Mobilitätsmix anerkannt wird", sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Fröb. Dass Hilbert mitgefahren sei und mitdiskutiert habe, sei dafür der beste Beleg. Wichtig sei ihm gewesen, die Sicherheit von Schulwegen mit Blick auf die anstehende Überarbeitung der Schulnetzpläne anzusprechen.

Was die Teilnehmer fordern

Über Einzelstellen hinaus ging es um grundsätzliche Fragen, etwa ob Radverkehr baulich getrennt oder auf der Fahrbahn geführt werden soll. Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kamen zur Sprache. Der Tenor der Teilnehmer: Aus vielen guten Konzepten müsse endlich schnellere Umsetzung werden. Es war die dritte gemeinsame Radtour dieser Art, eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist geplant.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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