Dresden. Wenn Legehennen im Stall anfangen, sich gegenseitig die Federn auszupicken, bleibt oft wenig Zeit zum Gegensteuern. Hat sich das Verhalten erst in der Herde etabliert, machen es weitere Tiere nach, die Folgen reichen von kahlen Stellen im Gefieder bis zu Kannibalismus. Forschende der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) entwickeln deshalb ein KI-System, das solche Anzeichen früh erkennt.
Das Projekt trägt den Namen HEN-SENSE. Die Idee: Kameras und Mikrofone überwachen die Herde durchgehend, eine Künstliche Intelligenz wertet die Daten aus und schlägt Alarm, sobald sich das Verhalten der Tiere auffällig verändert. Die optische Sensorik erfasst Veränderungen am Gefieder, die akustische bestimmte Laute, mit denen Hennen etwa auf das Bepicken reagieren und die sich vom normalen Stallgeräusch unterscheiden.